Garath: Kintop holt Kunst in den neuen Salon der Kulturen

Garath: Kintop holt Kunst in den neuen Salon der Kulturen

Lange lag die ehemalige Kneipe an der Fritz-Erler-Straße verlassen und ungenutzt da. Seit kurzem gehören die Räumlichkeiten dem Verein Kintop, der diese in Rekordzeit renoviert hat. Wo früher ein Tresen und Barhocker standen, hat am Freitagabend die erste Kunstausstellung im "Treffpunkt - Salon der Kulturen" eröffnet.

"Viele Veranstaltungen haben bisher bei uns im Hause stattgefunden und waren eher versteckt", sagt Elina Chernova, Leiterin von Kintop. "Dabei haben wir viele Projekte, die offen für alle sind", ergänzt sie und hofft, dass der zentralere Raum vieles einfacher macht. Eine Hoffnung, die sich bei der Ausstellungseröffnung zu "Onkel Hasan und die Generation der Enkel" bereits ein wenig erfüllt. Leute, die durch die Fußgängerzone laufen, schauen neugierig rüber und der ein oder andere schaut auch rein.

"Die Ausstellung ist nah dran an unseren Mitarbeitern, Kursbesuchern und auch an den Garathern: Viele haben zwei Heimaten", so Chernova. Anhand von Schautafeln mit Bildern und Texten sowie kurzen Filmen wird das Thema der Gastarbeiter, die vor mehr als 50 Jahren nach Deutschland kamen, an vielen persönlichen Beispielen behandelt. Da auch die Nachkommen eine wichtige Rolle spielen, gliedert sich die Ausstellung in zwei Teile, die räumlich getrennt sind. Und so findet sich der Teil, in dem es um die ersten Gastarbeiter geht, gegenüber vom Treffpunkt, in einem leerstehenden Ladenlokal. Ergänzend findet bis zum 31. Oktober jeden Donnerstag ein Begleitprogramm statt. Den Anfang macht am 7. September um 18 Uhr Leo Litz mit einem Musik- und Leseabend.

(msu)