Garath : Stadt erteilt neuer Begräbnisstätte eine Absage

Die Verwaltung verweist auf Kolumbarium der Heilsarmee und Waldfriedhof Gerresheim für alternative Bestattungsformen.

(stz) Die Stadt hat den Wunsch von Vertretern im Bezirk 10 (Garath und Hellerhof) nach einer neuen Begräbnisstätte abgelehnt. SPD, Grüne und FDP wollten prüfen lassen, ob ein so genannter Friedwald eingerichtet werden könne. Bei dieser alternativen Bestattungsform werden auf einem Waldgrundstück Urnen mit der Asche der Verstorbenen an den Wurzeln eines Baumes begraben. Die Urnen sind biologisch abbaubar und verfallen, ein Namensschild am Baum weist auf die Grabstätte hin.

Die Stadt beruft sich auf das Bestattungsgesetz NRW. Danach können nur eine Stadt oder eine Religionsgemeinschaft Friedhofsträger sein, die Körperschaft öffentlichen Rechts ist. Friedwälder seien eine eingetragene Marke, die von einer Privatfirma vermarktet werde. Der Waldeigentümer erhalte eine anteilige Vergütung vom Verkauf der Nutzungsrechte, müsse aber bis zu 99 Jahre lang Leistungen erbringen. „Ein interkommunaler Austausch zu Friedwäldern kam zu dem Ergebnis, dass die Kosten für die zuvor erwähnten Maßnahmen höher sein dürften als die erzielten Einnahmen“, heißt es in der Antwort der Verwaltung.

Bei den Überlegungen in der Vergangenheit für einen eigenen Friedhof im Bezirk 10 sei zu berücksichtigen, dass es bereits ein breites Angebot an unterschiedlichen Bestattungsformen gebe. Darunter seien auch solche an Bäumen auf dem Waldfriedhof Gerresheim. In Düsseldorf herrsche kein Mangel an Beisetzungsflächen.

Die Stadt verwies darauf, dass es neben den Friedhöfen in Itter und Hassels ein Kolumbarium an der Matthias-Erzberger-Straße gebe, das durch die Heilsarmee betrieben werde.

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