Interkulturelles Musikfestival in Garath: Ein Musikfestival, das zu Herzen ging

Internationale Musik erklang am Samstag von Chören und Solisten in der Garather Dietrich-Bonhoeffer-Kirche. 

Einen Samstag lang wurde in Garath in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche gesungen und musiziert. Erstmals fand ein Interkulturelles Musikfestival zur Völkerverständigung statt. Da hatten sich die Organisatoren ein Thema auf die Fahnen geschrieben, das in einer Zeit mit Turbulenzen zwischen vielen Völkern besonders wichtig ist.

Deshalb nahmen sich die Initiatoren, der Verein Integration Kunst Schaffen (IKS) und Zentrum plus Garath der Diakonie Düsseldorf, des Themas an mit dem, was alle Menschen verbindet: Musik. Maria Neumann vom Zentrum plus und Natalia Krupenya, Leiterin des IKS, hatten zusammen mit Pfarrer Carsten Hilbrans ein Programm entwickelt. Chöre und Solisten sangen in verschiedenen Sprachen und sorgten so für Internationalität. Instrumentalgruppen brachten barocke Klänge auf Flöten und heimatliche Harmonikaklänge.

Carsten Hilbrans, Natalia Krupenya und Maria Neumann übernahmen selbst die Moderation, wussten zu allen Musizierenden ihre Geschichte zu erzählen. Dabei kam Krupenya die Rolle der Übersetzerin ins Russische zu, schließlich waren von den Teilnehmern und den vormittags nur spärlich gekommenen Zuhörern viele mit der russischen Sprache aufgewachsen.

Los ging es nach der herzlichen Begrüßung aller Teilnehmer mit dem Evangelischen Chor Garath. Der bot mit Gudrun Barkschat am Klavier deutsche geistliche Lieder, so von Mendelssohn Bartholdy „Wirf die Anliegen auf den Herrn“.

Manfred Blum setzte das Programm fort mit Liedern, die er einst für seine Tochter getextet, komponiert und selbst auf dem Keyboard eingespielt hatte. Mit Natalia Krupenya sangen dann neun Damen des Chors Prima-Lila-Rosa „Bei mir biste scheen“, auf Französisch „Aux Champs Elysées“ und auf Russisch „Anna“. Der Chor Dialog des Ostens sang zur Begleitung einer CD „Schön ist die Jugend“ und „Chalom aleichem“ auf Russisch. Barockmusik von J. A. Hasse und Filmmusik musizierte das Flötenensemble ‚Kreuz und Quer auf Saite‘ unter Doris Bläser mit Gudrun Barkschat am Flügel. Lubov Medzhybovska sang mit ‚Ahawa‘, dem Chor der Jüdischen Gemeinde Duisburg, auf Hebräisch und Russisch. Bei ihren Soli hätte sie mit ihrer guten Stimme getrost auf das Mikro verzichten können. Den prächtigen Abschluss des Vormittags machte „Vox Humana“ aus Garath mit Maja Zak am Flügel.

Für den Nachmittag wurden noch erwartet die Auftritte des Duos Prima mit Swing und Jazz, das Harmonika Orchester Notenzauber, die Solistin Angelika Yratchuk, der Chor „Echo“ mit deutschen und russischen Volksliedern, Sergej Arzumanow mit russischen Romanzen, der Chor „Chalom Aleichem“ der Jüdischen Gemeinde und schließlich der Barbershopchor „Düssharmonie“. Ein sinnvolles Festival, das wiederholt werden sollte.

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