In Garath soll es eine neues Wohnprojekt geben

Wohnen auf Zeit : Jung und Alt wohnen gemeinsam auf Zeit

Am 31. Oktober lädt das städtische Wohnungsamt zu einer Veranstaltung in die Freizeitstätte Garath.

Das Semester hat gerade begonnen und viele Studenten suchen immer noch nach einer bezahlbaren Bleibe. Gleiches gilt für Azubis, die in Düsseldorf eine Ausbildung absolvieren.

Seit einem Jahr wirbt die Stadt mit einer Broschüre unter dem Titel „Wohnpaar auf Zeit – ein Wohnmodell, das Generationen verbindet.“ Im gesamten Stadtgebiet gibt es inzwischen zehn dieser Wohnpaare. Doch es könnten mehr sein. Das dachte auch Manfred Wieske, Vertreter des Seniorenrat für den Stadtbezirk 10, der im Sommer auf die Broschüre aufmerksam wurde und sie Uwe Sandt, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle 10, vorstellte. Der wurde hellhörig, nahm Kontakt mit Thomas Nowatius, Leiter des Wohnungsamtes, auf. Jetzt soll im südlichen Stadtbezirks die Werbetrommel für das Modell „Wohnpaar auf Zeit“ gerührt werden.

Am Mittwoch, 31. Oktober, 13 Uhr,findet eine Informationsveranstaltung in der Freizeitstätte statt. Gerade in Garath, so Sandt, gebe es viele ältere Alleinstehende, die in großen Wohnungen lebten, weil beispielsweise die Kinder aus dem Haus gezogen seien. Für junge Leute sei es ideal, sich mit den Senioren eine Wohnung zu teilen, denn preisgünstiger Wohnraum in Düsseldorf ist rar. Sandt findet das Projekt „Wohnpaar auf Zeit“ ideal für Garath, „zumal jetzt doch der Schnellbus über Garath zur Uni fährt“. In den Niederlanden habe man mit dem Projekt gute Erfahrungen gemacht. Angesprochen werden sollen Senioren, Studierende und Auszubildende. „Selbstverständlich muss die Chemie stimmen“, sagt Wohnungsamtsleiter Thomas Nowatius. Es gibt aber einige Voraussetzungen, um an dem Projekt teilzunehmen.


Wohnraum-Anbieter können älteren Menschen, Paare, aber auch Familien sein. Sie sollten Azubis oder Studenten preiswert Wohnraum zur Verfügung stellen. Besser noch: auf die Zahlung einer Kaltmiete verzichten, dafür sollte der Mitbewohner statt Miete eine Dienstleistung anbieten, die bei zwölf Stunden pro Monat liegt. Die Ersatzleistungen sind vielfältig. Ob Rasenmähen oder Einkaufen, um zwei Beispiele zu nennen. Das müssen die Bewohner untereinander ausmachen.

Suchende Sie sollten bereit sein, ihre Arbeitsleistung einzubringen, um die Kosten so gering wie möglich zuhalten. Pflegerische Arbeiten sind ausgeschlossen, der Untermieter zahlt die Betriebskosten für Wasser, Strom, Telefon und Internet.

Mitarbeiter des Wohnungsamtes unterstützen das Projekt. Sie stehen als Ansprechpartner zur Verfügung, auch während des Wohnverhältnisses. Mitarbeiter des Wohnungsamtes nehmen Angebote von Wohnraumpartnern unter Telefon 899 4499 entgegen. Interessierte können auch zur Info-Veranstaltung in die Freizeitstätte kommen.

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