Heimatverein Garather Jonges feiert 50-jähriges Jubiläum

Jubiläum : Heimatverein Garather Jonges feiert 50 Jahre Arbeit für den Stadtteil

Seit einem halben Jahrhundert setzen sich die Jonges in Garath für Kultur und Bürger ein.

Garath, wie man es heute kennt, entstand in den späten 1950er Jahren im Büro des Stadtplaners Friedrich Tamms. Ein junger Stadtteil, der nach dem zweiten Weltkrieg vor allem dazu gebraucht wurde, Umsiedler aus Ostpreußen aufzunehmen. Schnell entstand in Düsseldorfs größter geplanter Wohnsiedlung ein kulturelles Leben: 1966 gründete sich der Sportverein, 1967 die Schützenbruderschaft – und 1969 der Heimatverein Garather Jonges. Er feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen.

„Alles hat damals angefangen mit einer kleinen Gruppe von Kegelfreunden, die sich entschieden haben, etwas für ihren Stadtteil zu tun“, erzählt Jonges-Baas Peter Heinen. Von den Gründungsmitgliedern ist ein halbes Jahrhundert später keines mehr im Verein aktiv, dafür gibt es inzwischen eine Gruppe von über 70 Bürgern im Alter zwischen 20 und 80 Jahren, die die Tradition weitertragen. „Wir haben alles dabei, vom Handwerker bis zum Antwalt, und diese Mischung hilft uns, alle Bürger im Viertel anzusprechen“, sagt Heinen.

Gemeinsam arbeitet die Gruppe daran, den Stadtteil lebenswert zu erhalten. Die Jonges unterstützen andere Vereine am Ort, kümmern sich um Kulturstätten und pflegen das Brauchtum. Außerdem organisieren sie politische Podiumsdiskussionen, wenn lokal oder national Wahlen anstehen. „Wir wollen uns noch mehr den Bürgern im Stadtteil öffnen und unsere Arbeit präsentieren“, sagt Baas Heinen. Dazu gehört auch, dass im Jubiläumsjahr die regelmäßigen Aktionen des Vereins, etwa die Reinigung der Jahrtausendsteine und das traditionelle Waldkönigsschießen, öffentlich abgehalten werden. „Die Menschen sollen zu uns kommen, fragen stellen und uns kennenlernen“, so Heinen. Außerdem wird es am 22. Juni ein großes Familiensommerfest geben. Auch die monatlichen Sitzungen der Jonges, bei denen es oft Vorträge gibt, sollen vom Vereinsheim in die Gaststätten im Viertel verlegt werden, um mehr Menschen zu erreichen. „Der Verein will sich weiter öffnen“, und dazu gehört auch, dass seit 2018 mit Renate Hübner erstmals eine Frau im Vorstand des Heimatvereins sitzt.

„Garath ist einfach ein schöner Stadtteil“, findet der Baas, der zwar nicht hier geboren ist, das Viertel aber trotzdem Heimat nennt. Es gebe viel Grün und eine fast dörfliche Gemeinschaft. Trotzdem sei die Anbindung hervorragend, an das Straßennetz, den Öffentlichen Nahverkehr, auch an die Flughäfen – denn Heinen ist Vielflieger. „Und jedes Mal, wenn ich zurück komme, freue ich mich auf mein Garath“, sagt er.

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