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Garath: Garather Nebenzentren weiter stärken

Garath : Garather Nebenzentren weiter stärken

Bezirksbürgermeister Uwe Sievers glaubt, dass sich mit dem Abriss der Hoffnungskirche und dem Neubau des Altenheims der Caritas ein positiver Effekt für das ganze Viertel ergibt.

Lange genug hat es gedauert, jetzt soll im Februar die entwidmete Hoffnungskirche abgerissen werden. "Ich bin froh, dass es endlich losgeht", sagt Bezirksbürgermeister Uwe Sievers (SPD), immerhin habe nicht nur er vier Jahre darauf gewartet.

Und der Bezirksbürgermeister ist überzeugt, mit dem anschließenden Bau des neuen Altenheims der Caritas wird es nach dessen Fertigstellung einen positiven Effekt für das Nebenzentrum Garath Süd-West geben. "Das ist der Startschuss", meint er optimistisch, auch wenn momentan noch die Zukunft des bestehenden Hildegardisheim ungewiss ist. Doch da erhofft sich Sievers, so erklärte er im Gespräch mit unserer Redaktion, bald Klarheit vom Eigentümer, der Caritas.

Thomas Salmen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Düsseldorfer Caritas kommt nämlich schon am Dienstag, 23. Januar, in die Sitzung der zuständigen Bezirksvertretung 10 und will über den Abriss der Hoffnungskirche und zum Planungsstand des neuen Altenzentrums berichten.

Auch der Abriss der Brandruine "Goldener Ring" steht in diesem Jahr auf dem Plan, denn dort baut die katholische Kirchengemeinde ihr neues Gemeindezentrum. Garath Süd-West mausert sich.

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Deshalb muss nach Ansicht von Uwe Sievers der dortige Markt am Donnerstag unbedingt erhalten bleiben. Momentan prüfe die Verwaltung, ob es möglich sei, dass die Marktbeschicker für die Zeit der Baustelle in den Innenhof des Hildegardisheims gehen.

"Es tut sich was in Süd-West", meint der Bezirksbürgermeister. Und das gelte auch für die andere Seite der Frankfurter Straße, für Garath Süd-Ost. Dort plant SOS seinen großen Stadtteiltreff, und auch dort soll die Nahversorgung mit einem kleinen Geschäft gesichert werden. So sehen es die Pläne vor. Mit dem Baubeginn ist dort noch in diesem Jahr zu rechen.

Sievers gibt auch die Hoffnung nicht auf, dass die Nahversorgung im Zentrum Garath Nord-West gesichert wird. Dort hatten zuletzt die Händler versucht, mittwochs einen Markt zu installieren. Das Ganze scheiterte unter anderem am Protest von dortigen Nachbarn, und an einem Platz vor der Kirche, dessen Platten die Wagen nicht aushielten.

Doch Uwe Sievers gibt die Hoffnung nicht auf und ist überzeugt, eine Lösung zu finden. So suchte er bereits Ende des Jahres das Gespräch mit der Rheinwohnungsbau und Vertretern der Kirche. Auch das Marktamt hatte er zum gemeinsamen Termin eingeladen. Doch kein Vertreter ist erschienen. "Die haben noch nicht einmal abgesagt", meint er immer noch verärgert.

Sievers will die Nahversorgung in den Nebenzentren weiter stärken und widerspricht damit IHK-Geschäftsführer Ulrich Biedendorf, der im RP-Interview vergangene Woche anregte, die vier Garather Nebenzentrum aufzugeben und zu überplanen. Das hatte auch schon das städtische Planungsamt angeregt. "Das ist Unsinn", sagt Sievers. "Das ist nicht nur meine Meinung, sondern die gilt in Garath parteiübergreifend." Und da hofft der Bezirksbürgermeister in diesem Jahr auch auf die Unterstützung des Citymanagers. Denn dieser Posten soll im ersten Halbjahr endlich eingerichtet werden. So sieht es die Planung für Garath 2.0 vor - ein Projekt, das den Stadtteil attraktiver machen soll.

Doch dem Bezirksbürgermeister dauert die Umsetzung viel zu lange. Er weiß, dass zahlreiche Fördermittel erst beantragt und Formulare für eine europaweite Ausschreibung in mehreren Sprachen ausgefüllt werden müssen.

Dabei hatten die Bezirksvertreter herbe Kritik an der Verwaltung geübt, was die Stellenausschreibung betrifft. Ihre Änderungsvorschläge hatten sie über die Bezirksverwaltungsstelle an die weiterführenden Gremien geleitet. Jetzt hofft Sievers, dass die Anregungen auch umgesetzt werden. Und der Bezirksbürgermeister setzt große Hoffnung in den künftigen City-Manager. Aber auch, dass das Projekt Garath 2.0 schneller vorangeht.

(RP)