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Garather Gesamtschule Stettiner Straße fertig

Schulbauprojekt : Gesamtschule Stettiner Straße nach vier Jahren fertig

Mit der Mensa wurde das letzte Gebäude fertiggestellt. Zum ersten Mal in der 50-Jährigen Geschichte des Stadtteils ist damit in Garath Abitur möglich.

Vertreter von Politik und Bildung haben sich in den vergangenen Jahren regelmäßig an der Stettiner Straße getroffen, um einen weiteren Abschnitt im Schulbauprojekt zu feiern. Gestern wurde mit der Mensa das letzte Gebäudeteil offiziell eröffnet. Oberbürgermeister Thomas Geisel und Manfred Kornfeld, Geschäftsführer der Stadttochter Immobilien Projekt Management (IPM), übergaben gestern symbolisch den Schlüssel an Schulleiter Stephan Proksch. Der Unterricht läuft bereits seit 2016, seither nimmt der Vorgänger, die Fritz-Henkel-Hauptschule, keine neuen Schüler mehr aus, dort macht der letzte Jahrgang 2021 seinen Abschluss. 2022 wird die erste Klasse der Gesamtschule ihren „10er“-Abschluss machen. 2025 wird dann die erste Klasse ihr Abitur machen – nicht nur an der neuen Schule, sondern in Garath. Im Stadtteil war es bisher nicht möglich, den höchsten Schulabschluss zu erwerben. „Diese neue Möglichkeit wird den lokalen Stolz und auch die Identifikation mit dem Stadtteil Garath weiter fördern“, hofft Schulleiter Stephan Proksch.

Die Gesamtschule Stettiner Straße wurde als Erweiterung der ehemaligen Fritz-Henkel-Hauptschule errichtet, für den Um- und Ausbau der Bestandsgebäude wurden 25,8 Millionen Euro investiert. Rund 900 Schüler sollen hier zukünftig lernen.

Der Fokus der neuen Gesamtschule liegt auf den sogenannten Mint-Fächern, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Darüber hinaus wird das selbstständige Lernen gefördert. In sogenannten Lernbüros können die Schüler eigenständig ihre gestellten Aufgaben erledigen, diese werden dabei individuell an die Schüler angepasst. So sollen die Kinder bereits in der Sekundarstufe 1 auf die Arbeitsweisen in Oberstufe und Studium vorbereitet werden.

„Mit der Mensa können wir jetzt auch den Ganztagsunterricht umsetzen“, sagt Schulleiter Proksch. Daneben wurden auch eine neue Sporthalle sowie ein Neubau für Fachräume errichtet sowie verschiedene Teile der Gebäude der ehemaligen Hauptschule modernisiert. „Durch die neuen SV-Räume können wir auch die politische Bildung unserer Schüler fördern“, sagt der Schulleiter.

Er freut sich, dass der Schulbau trotz der Corona-Pandemie um lediglich einen Monat verzögert wurde, der gesetzte Kostenrahmen wurde eingehalten. Zu hundert Prozent einsatzbereit ist das Schulgelände aber nicht – noch ist das Becken des Lehrschwimmbads nicht gefüllt. „Das ist für mich dann die nächste Gelegenheit, hierher zu kommen“, sagt OB Geisel bei der Schlüsselübergabe. Außerdem gibt es in den kommenden Jahren noch einiges an den Bestandsgebäuden zu renovieren. „Dass wir dieses Großprojekt aber überhaupt umsetzen konnten, dafür sind wir alle sehr dankbar“, sagt Stephan Proksch. Gefördert wurde der Schulbau unter anderem durch das Projekt Garath 2.0.