Garath sucht Lösung für öffentliche Toilette

Öffentliche Toilette : Zu viel Vandalismus in Toiletten

Wegen hoher Sanierungskosten sucht die Bezirksverwaltung neue Lösung.

Die Bezirksverwaltung von Garath und Hellerhof steht vor der Entscheidung, die öffentliche Toilette in der Unterführung des Garather S-Bahnhofs zu schließen. Das erklärte Bezirksvorsteher Uwe Sandt den Stadtteilpolitikern in der vergangenen Sitzung. Der Grund dafür seien wiederholte Vandalismusschäden. Deswegen sei die Toilette häufig wochenlang geschlossen. Darüber beschweren sich Bürger in der Bezirksverwaltungsstelle, aber auch beim Quartiersmanagement. Allein für die Sanierungsarbeiten in den vergangenen 18 Monaten veranschlagt Sandt Kosten in Höhe von etwa 25.000 Euro. „Wir kriegen da keinen Grund rein und versprechen uns von anderen Lösungen mehr“, sagt Sandt.

So sei beispielsweise eine hochmoderne Anlage vorstellbar, wie sie von der Firma Wall betrieben werde. Als möglicher Standort nannte Sandt den Bereich um das Restaurant Octagon. Dieser biete den Vorteil, dass es dort mehr soziale Kontrolle gebe. Thomas Butzke (FDP) gab zu bedenken, dass die Aktion „nette Toilette“ eine preisgünstige Lösung sein könnte. Diese Initiative wird seit 2016 in den innerstädtischen Stadtteilen praktiziert. Dabei bieten Café, Restaurants und Geschäften Passanten eine Toilettennutzung an. Von der Stadt erhalten sie dafür eine monatliche finanzielle Anerkennung. Sandt berichtete, es habe Gespräch dazu mit Händlern gegeben, aber diese seien erfolglos gescheitert. „Es hat sich nicht ein einziger gefunden, der bereit war, sich zu beteiligen.“

Wenn es eine neue Lösung gebe, könnte der Raum der öffentlichen Toilette beispielsweise von Vereinen als Lagerplatz genutzt werden.

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