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Garath: Silke de Roode ist Quartiersmanagerin

Garath : Sie kümmert sich um Garaths Sorgen

Silke de Roode hat ihre Arbeit als Quartiersmanagerin für den Stadtteil aufgenommen. Sie soll innerhalb des Projektes Garath 2.0 alle Akteure an einen Tisch bringen. Am Freitag hat sie ihre erste Sprechstunde im Café der Freizeitstätte.

Als die Sozialdemokraten Thomas Geisel 2014 in die Düsseldorfer Oberbürgermeisterwahl schickten, war ihnen eines klar. Der amtierende OB Dirk Elbers (CDU) hatte sich zuvor vor allem in den Stadtteilen keine Freunde macht. Wenn man es mit trumpschen Worten fassen möchte, könnte man es auch so sagen: „City first“, hieß es damals fast ausschließlich. Und so machten Geisel und seine SPD Wahlkampf in und für die Stadtteile. Ein Produkt, das daraus entstand, war ein Stadtteilerneuerungsprogramm für Garath. Einst vor über 50 Jahren am Reißbrett für den Bezug mit vielen Familien geplant, ist der Stadtteil heute überaltert. In drei der vier Stadtteilzentren gibt es inzwischen Probleme bei der Nahversorgung.

2015 bekam die Politik das Projekt vorgestellt, das Garath in die Zukunft führen sollte. Sein Name:„Garath 2.0“. Ein Jahr später wurde mit Bewohnern des Stadtteils herausgearbeitet, auf welche Stärken aufgebaut werden kann und wo noch Verbesserungsbedarf besteht, damit, wie es hieß, die hohe Lebensqualität in Garath weiterhin sichergestellt wird. Bis 2021 sollen innerhalb von „Garath 2.0 – Den Wandel gestalten“ mehr als 50 Maßnahmen umgesetzt werden. Insgesamt sollen knapp 30 Millionen Euro in den Stadtteil investiert werden. Viele Millionen davon sind Fördergelder von Land, Bund und der Europäischen Union; der Rest kommt von der Stadt. Dabei reicht die Maßnahmenpalette von Neubauten (Dreifachsporthalle am Gymnasium Koblenzer Straße, Jugendfreizeitendeinrichtung an der Theodor-Litt-Straße) bis hin zur Umgestaltung von Freiflächen mit Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

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Doch für viele Garather ist das Projekt bislang wenig greifbar gewesen. Das soll sich jetzt ändern. Bei der Arbeit im Stadtteil wird das Stadtplanungsamt ab sofort von einem sogenannten Quartiersmanagement unterstützt. Das Büro „Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH“ aus Köln hat laut Verwaltung bereits Kenntnisse aus anderen Tätigkeiten in Düsseldorf und wird diese Aufgabe übernehmen. Als Quartiersmanagerin wird Silke de Roode, selbst Düsseldorferin, vor Ort tätig sein. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, als Ansprechpartnerin vor Ort zu sein und als Schnittstelle zwischen den Bewohnern, den lokalen Akteuren sowie der Stadtverwaltung zu agieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Bereits am Freitag, 5. Oktober, hat sie ihre erste Sprechstunde. „Ich bin regelmäßig vor Ort, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, mir ihre Sorgen, Wünsche und Ideen für Garath anzuhören und vor allen Dingen, um alle dabei zu unterstützen, einen eigenen Beitrag zur Aufwertung des Stadtteils zu leisten,“ beschreibt die Quartiersmanagerin ihre Tätigkeit.

Bis das Quartiersbüro an der Fritz-Erler-Straße 27 eingerichtet ist, wird sich de Roode in mobilen Sprechstunden in den Quartieren vorstellen. „Als Düsseldorferin freue ich mich besonders, mich dieser Aufgabe stellen zu dürfen,“ sagt die Geographin. Eine ihrer zentralen Aufgaben ist es, Eigentümer, Bürger, Gewerbebetreibende und sonstige Interessierte über die aktuellen Projekte im Bereich der Stadtteilentwicklung zu informieren und sie einzubinden.

Auch in der Verwaltungsspitze ist man davon überzeugt, dass ein Quartiersmanagement für alle Seiten Vorteile bringt. „Bürger wünschen in Planungsprozessen zunehmend eine frühzeitige, transparente und professionelle Einbindung. Mit dem Quartiersmanagement wird der Beteiligungsprozess nun verstetigt und erhält damit eine verbindliche Rolle im Projekt Garath 2.0“, sagt Planungsdezernentin Cornelia Zuschke. Die Kosten für das Quartiersmanagement werden zu 60 Prozent durch das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt von Bund und Land NRW gefördert, 40 Prozent finanziert die Stadt Düsseldorf.

Möglichkeiten zum Gespräch mit der Quartiersmanagerin vor Ort gibt es ab dem 5. Oktober jeden Freitag, 9 bis 11 Uhr, Uhr im Café in der Freizeitstätte Garath, Fritz-Erler-Straße 21. Mobile Sprechstunden sind: Donnerstag, 18. Oktober, 9 bis 11 Uhr, Vorplatz St. Matthäus Kirche, Rene-Schickele-Straße 6; Montag, 22. Oktober, 15 bis 17 Uhr, Caritas Café „Mittendrin“, Josef-Kleesattel-Straße 2; Mittwoch, 24. Oktober, 11 bis 13 Uhr, Fußgängerzone, Neustrelitzer Straße; Montag, 29. Oktober, 16 bis 18 Uhr, SOS-Kinderdorf/ Mehrgenerationenhaus, Hell-Ga, Carl-Severing-Straße.

Silke de Roode ist telefonisch unter 01732724085 oder via E-Mail an QM-Garath@duesseldorf.de zu erreichen.