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Düsseldorf: Zweiter Anlauf für Wohnprojekt der Grad-Recke-Stiftung in der BV 10

Zweiter Anlauf für Projekt der Graf-Recke-Stiftung : Zweiter Anlauf für Wohnprojekt in der BV 10

Die Graf-Recke-Stiftung will das ehemalige Hildegardisheim nutzen. In der Juni-Sitzung hatten die Stadtteilpolitiker ihre Zustimmung verweigert, weil die Informationslage ungenügend gewesen war.

(rö) Wegen der Corona-Pandemie und den zu wahrenden Abständen findet auch die erste Sitzung der Bezirksvertretung 10 nach der Sommerpause nicht wie gewohnt in der Freizeitstätte statt (die ja zudem gerade umgebaut wird), sondern in der Aula der Gesamtschule Stettiner Straße, Stettiner Straße 98, statt. Getagt wird öffentlich am Dienstag, 25. August, ab 17 Uhr. Besucher müssen zur Verfolgbarkeit ihren Namen und ihre Anschrift in Listen eintragen.

Vor allem ein Thema steht im Fokus der Öffentlichkeit: der Bauantrag für das ehemalige Hildegardisheim in Süd-West, dort gibt es den Wunsch auf eine Nutzungsänderung. In der BV-Sitzung am 10. Juni hatte die Verwaltung in diesem Punkt von den Stadtteilpolitikern ordentlich Gegenwind erhalten. In der damals präsentierten Vorlage war von einem Wohnprojekt für zumeist psychisch Erkrankte die Rede. Der künftige Betreiber der Einrichtung, die Graf-Recke-Stiftung, berichtete in der Sitzung von einem Missverständnis. In einem Interview mit unserer Redaktion hieß es dann, dass dort Menschen mit einer geistigen Behinderung und Jugendliche ab etwa zwölf Jahren wohnen sollen. Außerdem werde es Appartements für Mitarbeitende und Auszubildende geben.

Noch in den Ferien hatte sich die Bezirksvertretung 10 mit den Vertretern der Graf-Recke-Stiftung getroffen, damit die erneute Vorlage des Bauantrages nicht wieder mit einem Desaster endet. Bezirksbürgermeister Uwe Sievers gibt sich im Gespräch mit unserer Redaktion optimistisch, dass das Projekt nun im zweiten Anlauf die Zustimmung durch das Stadtteilparlament bekommt.

Inzwischen wurde der kommunizierte Nutzerkreis noch einmal spezifiziert. „Jetzt hat man uns erzählt, dass dort junge Mütter und Väter mit ihren Babys einziehen sollen sowie Menschen mit einer geistigen Behinderung“, berichtet Sievers aus dem Gespräch. Zudem soll es nun möglich sein, die Innenräume des unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Altenheimes so umzubauen, dass die Zimmer Verbindungstüren bekommen. Sein Gefühl sei, so Sievers, dass sich die Stimmungslage in der BV 10 nun so gewandelt habe, dass mit einer Zustimmung zu dem Projekt zu rechnen sei.

Ein weiteres Themen in der öffentlichen Sitzung ist eine Anfrage der SPD-Fraktion, die die Verwaltung um Auskunft bittet, welche Schritte und Anstrengungen seitens der Stadt unternommen werden, um die Einhaltung der Auflagen im Naturschutzgebiet Urdenbacher (Garather)-Kämpe zu überwachen. In den vergangenen Wochen hätten sich die Klagen von Bürgern gemehrt, die festgestellt hätten, dass die Verhaltensregeln für Landschafts- und Naturschutzgebiet zunehmend von Besuchern ignoriert würden, wohl auch deshalb, weil sie keinerlei Kontrolle befürchten.