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Düsseldorf: Umbau der Freizeitstätte Garath geht los

Arbeiten an Düsseldorfs größtem Bürgerhaus kosten 5,2 Millionen Euro. : Umbau der Freizeitstätte geht los

Wegen Corona musste die für den 20. Juni geplante Abrissparty ausfallen. Am Montag sind die vorbereitenden Arbeiten gestartet. Der Eingang ist während der Arbeiten vom Parkplatz aus. Die Wiedereröffnung soll groß im Herbst 2021 gefeiert werden.

Mit einer öffentlichen Abrissparty am Samstag hätte eigentlich der Beginn der Sanierungsarbeiten und des Umbaus der Freizeitstätte Garath gefeiert werden sollen. Doch auch hier machte Corona einen dicken Strich durch die Rechnung. Stattdessen haben die vorbereitenden Arbeiten am Montag einfach so, ohne viel Brimbamborium, begonnen.

Im Laufe der Woche wird das auch für die Besucher sichtbar. Der Zugang zum Sonnenrad wird gesperrt. Dort wird in Kürze ein großer Bauzaun aufgestellt. Das ins Haus integrierte Café hat schon geschlossen. Wer ins weiterhin geöffnete Haus will, nimmt den neuen Eingang vom Parkplatz aus. Das gilt auch für die Nutzer der Stadtteilbibliothek. Die ist während der Umbauphase allerdings nicht barrierefrei zu erreichen.

Im neu gestalteten Eingangsbereich wird während der für ein Jahr angesetzten Arbeiten auch das Team der Freizeitstätte seine Büros haben, darunter die Leiterin der Einrichtung, Maren Siegel, und Hiltrud Hora, die für das Kulturprogramm verantwortlich zeichnet.

Vergangene Woche liefen die letzten beiden Veranstaltungen im alten Haus, einmal Kindertheater und das Kino-Süd mit zwei Vorführungen von Jane Austens neu aufgelegtem Film „Emma“. Bei beiden Terminen hat Siegel bemerkt, dass die Menschen wegen Corona bei Indoor-Veranstaltungen noch zurückhaltend sind.

Am 5. September startet die Freizeitstätte in die neue Kultursaison, bei der gleich alles doppelt anders sein wird. Zum einen weiß derzeit niemand, wie sich die Corona-Vorschriften verändern werden und zum anderen gibt es zwei Ausweichspielstätten. Während das Kindertheater bis zur Wiedereröffnung im Herbst 2021 in der Aula der Gesamtschule Stettiner Straße untergebracht sein wird, sind die Termine für Kleinkunst, Comedy und Kabarett in der Aula des Gymnasiums Koblenzer Straße.

Mit dem Vorleseabend von Frank Goosen und dessen neuem Buch „Acht Tage die Woche – Die Beatles und ich“ startet am 5. September die Kultursaison. Für den Samstagabend gibt es auch noch Karten (17 Euro). Theoretisch passen in die Kobi-Aula über 600 Zuschauer und damit fast doppelt so viel wie in den großen Saal der Freizeitstätte. Ob aber dann schon so viele Menschen bei Kulturveranstaltungen zugelassen sein werden, das weiß das Team der Freizeitstätte noch nicht. Damit im Fall der Fälle nicht plötzlich hunderte Karteninhaber vergeblich vor der Tür stehen, werden nun beim Kauf von Karten E-Mail-Adressen aufgeschrieben.

Der Ersatztermin von Florian Schröder am 28. November statt 24. April ist ausverkauft. Auch für den Auftritt von Sebastian 23 (17. Juni) gibt es einen Ersatztermin, und zwar am 5. Dezember. Das Kindertheater startet am 15. September in der Aula Stettiner Straße mit dem Stück „Peter und der Wolf“ und dem Theater Con Cuore.

Während des Umbaus, der Düsseldorfs größtes Bürgerhaus aus den 1960er Jahren für 5,2 Millionen Euro sowohl energetisch als auch nutzungstechnisch auf den neuesten Stand bringt, können die Sportkurse unter den neuen Corona-Abstandsregeln weiterlaufen. Auch Schach- und Cineclub können sich weiter treffen. Stillgelegt ist aber erstmal das Vermietungsgeschäft sowie der Töpferraum mit Brennofen. Wenn schon die Abrissparty ins Wasser fiel, dann hofft Maren Siegel darauf, dass im Herbst 2021 eine große Wiedereröffnungsparty gefeiert werden kann.