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Düsseldorf: Stadt prüft Protected Bikelane auf der Koblenzer Straße

Bezirksvertretung 10 hatte Maßnahmen bereits für Sommer 2021 gefordert : Stadt prüft Protected Bikelane auf der Koblenzer Straße

An der Koblenzer Straße können Radler in beide Richtungen des Radweges fahren. Das führte vorige Woche zu einem Unfall. Die Polizei meldete zunächst, dass die Radfahrerin verbotenerweise gegen die Fahrtrichtung unterwegs gewesen sei, korrigierte das aber dann.

Der Verkehrsunfall einer Radfahrerin vergangene Woche Dienstag auf dem Radweg an der Koblenzer Straße zeigt es: Die Regelung, dass Radfahrer dort auch gegen die Richtung fahren dürfen, ist für die Verkehrsteilnehmer schwierig und für Autofahrer nicht nachvollziehbar. Und darum ist die Regel auch gefährlich für Leib und Leben.

Bei dem Unfall war der Radlerin an der Einmündung zur Corellistraße von einer Autofahrerin die Vorfahrt genommen worden, wobei sich die 76-Jährige, die in Richtung Garath unterwegs war, schwer verletzte. Ihre erste Meldung, dass das Unfallopfer auf der falschen Seite des Radweges unterwegs geweisen sei, korrigierte die Polizei einen Tag später: Die Radfahrerin habe sich korrekt verhalten. Und genau das zeigt das Problem, das die Stadt, wie sie auf Anfrage der Bezirksvertretung 10 nun mitteilte, so schnell nicht lösen wird.

In der Anfrage der Grünen in der BV 10, die für die Stadtteile Garath und Hellerhof zuständig ist, und damit für den Radweg Koblenzer Straße ab dem Gymnasium Kobi, wollten die Stadtteilpolitiker wissen, wie sichergestellt wird, dass bis zum Beginn des neuen Schuljahres, das ja schon längst läuft, der Schulweg entlang der Koblenzer Straße im Bereich zwischen Josef-Maria-Olbrich-Straße und Peter-Behrens-Straße sowie Wilhelm-Kreis-Straße/Paul-Bonatz-Straße sicher gestaltet wird. Die BV 10 selbst hatte dazu auch selbst den Vorschlag aufgebracht, dort einen geschützten Radfahrstreifen einzurichten. Bereits 2020 hatte das Gremium um einen besseren Schutz vor allem von Schülern gebeten.

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Bei der Stadt heißt es nun: Auch aus Sicht der Verwaltung fehle ein richtlinienkonformer Radweg auf dem Abschnitt der Koblenzer Straße, für den die BV 10 zuständig ist. Der Urdenbacher Teil gehört zur BV 9 und ist ebenso beidseitig in beide Richtungen befahrbar. Ein besserer Radweg sei nicht bis Start des Schuljahres 2021/2022 hergestellt worden, da dafür zunächst umfangreiche Planungen erforderlich seien, berichtet das Amt für Verkehrsmanagement: Insbesondere im Bereich der Anschlusspunkte, wie der Josef-Maria-Olbrich-Straße, um den ankommenden Radverkehr sicher und für alle Verkehrsteilnehmenden verständlich auf den Radfahrstreifen zu führen. Auch wenn auf der Koblenzer Straße heute noch keine Radverkehrsanlage angelegt sei, bestehe die Möglichkeit, parallel zu dieser über die Paul-Bonatz-Straße bis zur Wilhelm-Kreis-Straße zu fahren. Hier ist der Gehweg für den Radverkehr freigegeben. Ab der Wilhelm-Kreis-Straße könne entlang der Koblenzer Straße auf dem gemeinsamen Geh- und Radweg bis zur Peter-Behrens-Straße gefahren werden. Wörtlich heißt es: „Der Verwaltung ist bewusst, dass dies keine Ideallösung darstellt, dies bietet aber zumindest die Möglichkeit, dass der Schülerverkehr nicht auf der Koblenzer Straße fahren muss, sondern abseits ohne nennenswerte Umwege sicher im Seitenraum fahren kann.“

Jetzt überlegt die Verwaltung wie von der Politik angeregt, wie noch vor Umsetzung des Radschnellweges eine Lösung für den Radverkehr gefunden werden kann. Verschiedene Varianten, bis hin zu einer Abtrennung eines Fahrstreifens auf der Koblenzer Straße, im Sinne eines geschützten Radweges, seien denkbar, so die Verwaltung. Aufgrund der Vielzahl an Maßnahmen könne kein Zeitpunkt für die Aufnahme der Planung und Umsetzung genannt werden, lautet die für die Politik wenig zufriedenstellende Antwort.