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Düsseldorf: Stadt gibt Geld für Soziales Zentrum in Garath

Träger SOS-Kinderdorf : Stadt Düsseldorf gibt Geld für Soziales Zentrum

Die Verwaltung schlägt der Politik in Düsseldorf vor, dem Träger SOS-Kinderdorf einen Zuschuss von 4,6 Millionen Euro zu den Baukosten zu geben. Damit bekennt sich die Stadt zum Weiterbetrieb des Mehrgenerationenhauses Hell-Ga.

Im kommenden Jahr wird das Garather Mehrgenerationenhaus Hell-Ga 20. Gegründet wurde es 2002 als Mütterinitiative in nicht mehr genutzten Räumlichkeiten der evangelischen Hoffnungskirche an der Ricarda-Huch-Straße. In den ersten zehn Jahren gaben sich Minister in dem Vorzeigeprojekt die Klinke in die Hand; es entwickelte sich eine Erfolgsgeschichte, die nun mindestens bis 2028 erstmal auch finanziell gesichert ist.

2013 entschieden sich die Ehrenamtler, mit ihrer arbeitsintensiven Privatinitiative unter das Dach des Sozialträgers SOS-Kinderdorf zu rutschen. Mit diesem wurde ein Neubau an der Matthias-Erzberger-Straße geplant – nachdem der Träger 2013 im Verkaufspoker um das Areal der da schon entwidmeten Hoffnungskirche gegen die Caritas den Kürzeren gezogen hatte. Der Wohlfahrtsverband baute dort sein Altenzentrum St. Hildegard neu.

Hell-Ga musste dafür weichen: Im Sommer 2017 zog das Mehrgenerationenhaus übergangsweise in das ehemalige Nikolaus-Ehlen-Haus an der Carl-Severing-Straße 4 und damit schon in die Nähe des SOS-Zentrums. Das wird aufgegeben, wenn der Neubau an der Matthias-Erzberger-Straße fertig ist. Dort liegen die Arbeiten in den letzten Zügen. Zum neuen Kindergartenjahr am 1. August soll die Kita in den Betrieb gehen; der Umzug von Hell-Ga soll voraussichtlich Mitte September über die Bühne gehen. Derzeit laufen am Standort Carl-Severing-Straße die Angebote nach der Corona-Pause wieder an.

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Die Stadt will den Bau des Sozialen Zentrums finanziell unterstützen. Der Rat soll am 1. Juli einen freiwilligen Zuschuss in Höhe von 4,6 Millionen Euro gewähren. Die Baukosten für das Stadtteil- und Familienzentrum mit Kita und weiteren Betreuungsangeboten belaufen sich auf rund 11,3 Millionen Euro. Gleichzeitig wollen sich Politik und Stadt zu Hell-Ga „als Bestandteil der kommunalen Planungen und Aktivitäten zur Gestaltung des demografischen Wandels und zur Sozialraumentwicklung im Wirkungsgebiet des Mehrgenerationenhauses“ bekennen. Die Einrichtung ist aktuell in die längerfristige Bundesförderung für Mehrgenerationenhäuser bis 2028 aufgenommen. Herbert Stauber, der SOS-Kinderdorf in Düsseldorf leitet, freut sich über die Zuwendung der Stadt: „Das ist ein tolles Signal und zeigt die Wertschätzung unserer Arbeit im Stadtteil.“

Weitere Präventionsaufgaben sollen laut Stadt in das neue SOS-Zentrum verlagert werden. Damit sei es dann mit den Entwicklungen des Rather Familienzentrums sowie den verschiedenen Angeboten in Wersten durch die Arche sowie die Arbeiterwohlfahrt zu vergleichen, heißt es in der Vorlage für die politischen Gremien. Im Angebotsspektrum von SOS-Kinderdorf sind dann auch Präventionselemente der Jugendhilfe im Rahmen des Bundesprogramms „Frühe Hilfen“ etabliert. Darüber hinaus werde der Träger im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung auch die Fassadengestaltung an die angrenzenden Gebäude anpassen, um den Neubau auch im Stadtbild Garath gut zu integrieren, teilt die Verwaltung mit.

Die Notwendigkeit der Maßnahme ergibt sich aus Sicht des Jugendamtes durch die multifunktionale Nutzung der Einrichtung. Hier werden unter anderem Betreuungsangebote im Rahmen von Präventionsarbeit, Mutter-Kind-Angebote sowie Spielgruppen stattfinden. 70 bis 80 Kinder, die die Tageseinrichtung für Kinder besuchen, werden an besonderen Betreuungsformen im Stadtteil- und Familienzentrum teilnehmen. Hier sind spezielle Beratungsangebote des Familienzentrums, Heranführung an die Kita, Sprachfördermaßnahmen zu nennen. Ein Elterncafé bietet den Familien den sozialen Kontakt untereinander.

Und auch wer einfach nur zum Plaudern bei einer Tasse Kaffee und einer Waffel mit Kirschen vorbeikommen will, ist bei Hell-Ga immer gerne gesehen.