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Düsseldorf: So wird die Freizeitstätte Garath barrierefrei

Sanierung und Modernisierung für rund fünf Millionen Euro : So wird die Freizeitstätte Garath barrierefrei

Nur 20 Prozent der Kosten muss die Stadt Düsseldorf zuschießen, der restliche Betrag kommt aus Töpfen der Europäischen Union. 2016 gab es schon erste Überlegungen, das in die Jahre gekommene Haus zu sanieren. Möglich wurde die Umsetzung dadurch, dass die Stadt das Stadtteil­erneuerungsprojekt Garath 2.0 startete.

Der Umbau und die Sanierung der in die Jahre gekommenen Garather Freizeitstätte ist im vollen Gang. Rund fünf Millionen Euro wird in die Aufwertung und Modernisierung von Düsseldorfs größtem Bürgerhaus gesteckt. Ein Großteil des Fördergeldes kommt von der Europäischen Union. Das Fest zur Wiedereröffnung soll wegen der Pandemie erst 2022 gefeiert werden.

Auf Anfrage der Grünen im Stadtbezirk 10 hat die Verwaltung nun einen umfangreichen Bericht geliefert, welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Freizeitstätte barrierefrei zu machen. Auf der Parkplatzseite ist bereits ein neuer Zugang entstanden mit dem die neuen Büros nun ebenfalls barrierefrei erschlossen werden. Der Haupteingang war ja immer schon über eine Rampe gut zu erreichen. Für blinde und sehbehinderte Menschen wird im Eingangsbereich ein taktiles Leitsystem eingebaut, damit diese Nutzer sowohl den Info-Point als auch die Verwaltung finden. Im Bereich Ticketschalter und Info-Point wird eine induktive Höranlage vorgesehen.

Treppen und Gänge bekommen einen neuen Belag, und es werden Aufmerksamkeitsfelder eingebaut. Der Eingangsbereich der Bücherei und die Zugangstür zu Lounge werden so verlegt und umgebaut, dass sie mit dem Aufzug erreichbar sein werden. Der ehemalige ebenerdige Zugang von außen zum Saal wird wieder geöffnet.

Die interne barrierefreie Erschließung des Saals erfolgt über den Innenhof und dann über den Aufzug in das Erd- und das Untergeschoss, in dem sich auch das Behinderten-WC befindet.

Der neue Weg im Innenhof bekommt eine Glasüberdachung als Wetterschutz und die Türen erhalten automatische Türöffner. Der Aufzug erhält eine Sprachansage und ein bedienbares Tableau für sehbehinderte und blinde Menschen. Alle Türen werden leicht zu öffnen und zu schließen sein und alle notwendigen Anforderungen für sehbehinderte Personen aufweisen – wie zum Beispiel Sicherheitsmarkierungen. Damit Rollstuhlfahrer durchkommen, wird auf entsprechende Durchgangsbreiten geachtet. Bei allen Umbauten wird laut Stadt auf eine kontrastreiche Gestaltung geachtet. Die Maßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit der Freizeitstätte wurden im April 2019 mit dem Runden Tisch Bauen abgestimmt.