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Düsseldorf: Jugendliche der SOS-Kinderdörfer fordern Mitbestimmung

Debatte in Düsseldorf-Garath : Jugendliche fordern starke Mitbestimmung

Die jungen Menschen aus den SOS-Kinderdörfern in Düsseldorf haben zahlreiche Wünsche an die Politik verfasst. Dabei ging es auch um bezahlbaren Wohnraum und mehr Therapieplätze.

Am Samstag trafen sich die drei Landtagskandidaten Peter Blumenrath (CDU), Jürgen Bohrmann (SPD) und Laura Litzius (FDP) sowie der Sprecher der Düsseldorfer Grünen Jugend, Anas Al-Qura’an, mit dem Kinder- und Jugendrat des SOS Kinderdorf im Mehrgenerationenhaus Hell-Ga in der Matthias-Erzberger-Straße. Dort kommen Menschen aller Altersklassen zusammen, es stehen ein offener Treff, Hilfsangebote, Spielgruppen, ein Hebammenzimmer und Tagungsräume zur Verfügung, um von den Teilnehmenden angeregte Projekte durchzuführen.

In einer zweitägigen Diskussionsrunde hatten sich rund 33 Kinder und Jugendliche aus den bundesweit 240 SOS-Kinderdörfern in Düsseldorf getroffen, um für sie wichtige politische Themen zu erarbeiten. Die Kinder und Jugendlichen selbst wurden als Delegierte ihres jeweiligen Herkunft-Kinderdorfes gewählt. Nach einer kurzen Vorstellung begannen sie mit Fragen wie „Wie gehen Sie als Politiker mit Meinungsverschiedenheiten um?“, „Haben Sie uns schon mal angelogen?“ und „Gefallen Ihnen Ihre eigenen Wahlplakate?“ In über zwei Stunden standen die Politiker den Kindern und Jugendlichen für elf Themen Rede und Antwort.

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Gefordert wurde unter anderem, die politische Bildung für junge Menschen zu stärken, die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre, ein Ausbau des Ganztagangebotes um benachteiligte Kinder zu inkludieren, gezielte Lernförderung für Menschen mit Leseschwäche und eine Aufstockung des pädagogischen Personals in den Schulen – auch vor dem Hintergrund der psychischen Belastung durch die Corona-Pandemie. Weitere Wünsche sind eine Anhebung der kassenärztlichen Therapieplätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen, stärkere Mitbestimmung in den Schulen und bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen.

Die Regelung, dass Auszubildende, die in sozialen Einrichtungen leben, in manchen Bundesländern einen Großteil ihres Azubi-Gehaltes abgeben müssen, wurde den Politikern teilweise erst durch den Kinder- und Jugendrat bewusst gemacht. Außerdem sprachen sich alle Teilnehmenden für Frieden sowie mehr Engagement gegen den Klimawandel aus. Abschließend wurden die Appelle der Kinder und Jugendlichen in schriftlicher Form symbolisch an die Politiker übergeben mit der Bitte, sie parteiübergreifend auch über den Wahlkampf hinaus zu verfolgen.