Düsseldorf-Garath: Viele Besucher kommen zum Sonnenradfest

Düsseldorf-Garath : Viele Besucher beim Sonnenradfest

Mehr als 40 Gruppen boten Mitmachaktionen beim Stadtteilfest in Düsseldorf-Garath an. Beim Konzert am Vorabend herrschte beste Stimmung. Und Namensvorschläge für die vier Teile von Garath wurden präsentiert.

Isabel Maniura vom Quartiersmanagment spricht zwei ältere Damen an:  „Sie haben doch sicher davon gehört, dass die vier Stadtteile nicht mehr nach den Himmelsrichtungen benannt, sondern ansprechende Namen bekommen sollen.“ Sie zeigt ihnen eine Wand, an der die beiden Vorschläge machen können.

Während die eine Seniorin abwinkt mit den Worten „es soll alles so bleiben wie es ist“, interessiert sich die andere sehr für die Ideen, die bereits abgegeben wurden. „Schlossparksiedlung“ oder „Kappeler Feld“ steht da unter anderem als Vorschläge für den südöstlichen Stadtteil oder Burgviertel für das südwestliche Gebiet. „Es sind wirklich tolle Ideen dabei“, schwärmt Isabel Maniura, „man hat doch gleich ganz andere Assoziationen, wenn man Altrheinviertel oder Forstrath hört, anstelle von Südost oder Nordwest.“

Das Quartiersmanagement zählt zu den rund 40 Organisationen, Vereinen und Initiativen, die mit einem Stand beim Sonnenradfest vertreten sind. Für die Kleinen gibt es Bastelaktionen, Ballweitwurf oder Drehrad, aber auch die erwachsenen Besucher werden aktiv in das Geschehen mit eingebunden.

Auf der Bühne wechselt das Programm stetig ab, nach der Präsentation verschiedener Stücke durch den Spielmannszug Blau-Weiß, zeigen zwei Tanzgruppen der Jugendfreizeiteinrichtung St. Matthäus ihre Choreographien. Kleine Kinder hüpfen klatschend vor der Bühne umher, die Erwachsenen suchen nach einem der wenigen freien Schattenplätze.

Einige Jungen und Mädchen planschen am Brunnen oder oben auf dem Sonnenplatz in einem der aufgeblasenen Schwimmbecken. Es riecht nach Bratwurst und Waffeln, am Stand der Stadtbücherei stöbern zwei Bücherwürmer und Susanne Kopka von SOS-Kinderdorf Düsseldorf bemalt mit jungen Besuchern Papphäuser. „Sinnbildlich steht diese Aktion für ein Motto des Weltkindertages: Hier darf jeder sein Haus so gestalten, dass er sich besonders wohlfühlt.“

Uwe Sandt beobachtet das rege, aber entspannte Treiben, am Abend zuvor hat der Leiter der Bezirksverwaltungsstelle am gleichen Ort ein Open-Air-Konzert der Kategorie „einfach super“ erlebt. „Wir hatten zwei Bands aus Garath und die Kultband Der letzte Schrei, die hier echt richtig abgerockt haben, großenteils mit Stücken von den Toten Hosen, aber auch andere Bands gecovert haben. Hier ist die Post abgegangen und die ehrenamtlichen Helfer der Garather Jonges hatten am Bierstand ordentlich zu ackern.“  

Für die Garather ist das seit den 70er Jahre stattfindende Sonnenradfest ein absolutes Highlight. Maren Siegel, Leiterin der Freizeitstätte Garath, kann dem nur zustimmen. „Ich bin hier selbst groß geworden. Es ist einfach immer wieder ein ganz tolles Miteinander für Garather von Garathern.“

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