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Düsseldorf-Garath: Umbau der Freizeitstätte dauert länger

Festliche Gala zur Wiedereröffnung geplant : Kultur vor der Tür der Freizeitstätte

Der Umbau der Freizeitstätte Garath läuft schleppender als gedacht. Unter anderem gab es einen großangelegten Diebstahl der neuen Kupferrohre. Die Wiedereröffnung soll nun erst im Herbst 2022 gefeiert werden.

Die Freizeitstätte Garath ist die zentrale Anlaufstelle im Stadtteil. Vor allem wenn Markt ist auf dem Platz vor der Tür, herrscht auch in der Einrichtung ein geschäftiges Treiben. Doch das ist derzeit nicht möglich, wenn auch aus einem guten Grund: Für rund fünf Millionen Euro wird die Freizeitstätte saniert und gleich auch modernisiert. Ein Großteil des Projektes wird aus dem Förderprogramm Garath 2.0 finanziert.

Seit einem Jahr sind die Arbeiter dabei, den zunächst entkernten Bau aus den 1960er Jahren in die heutige Zeit zu befördern. Der Umbau wird zwar im laufenden Betrieb gemanagt, doch der Eingang der Freizeitstätte ist auf die Rückseite zum Parkplatz hin verlegt worden, das Sonnenradcafé hat geschlossen und die Kulturveranstaltungen finden in die Aula des Gymnasiums Koblenzer Straße statt. Die Sportkurse laufen aber weiter, und auch die Stadtteilbibliothek sowie das im Haus ebenfalls beheimatete Zentrum plus haben geöffnet.

Eigentlich hätte man jetzt schon weiter sein sollen. Doch stattdessen ist man mit den Arbeiten im Verzug. Auch weil es einen groß angelegten und professionell ausgeführten Diebstahl von bereits verlegten Kupferrohren gab. Neben dem dabei angerichteten Schaden an sich, mussten die Rohre nicht nur wieder angeliefert, sondern auch neu befestigt werden. Damit das nicht ein weiteres Mal passieren kann, ist die Baustelle nun mit einem Alarm gesichert.

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Schleppend geht es eher auch mit dem einen oder anderen Gewerk voran. Und auch Corona verzögert den Baufortgang weiter. Doch Maren Siegel, Leiterin der Freizeitstätte, hat auch gute Neuigkeiten: Für alle Arbeiten wurden Fachfirmen bei den Ausschreibungen gefunden. Inzwischen geht sie davon aus, dass das zunächst für das Frühjahr terminierte Wiedereröffnungsfest im Herbst 2022 stattfindet. „Wir planen eine festliche Gala wenn möglich mit Abendgarderobe, an zwei Abenden, einmal für geladene Gäste und dann im freien Verkauf.“ Eine Mischung aus Varieté und gehobener Unterhaltung schweben ihr und Hiltrud Hora vor, die für das Kulturprogramm in der Freizeitstätte verantwortlich zeichnet. Weil viele Künstler bis Anfang 2022 ihre wegen Corona abgesagten Termine von 2020 und 2021 nachspielen, sei es zudem schwierig, für nächstes Frühjahr die Hochkaräter zu bekommen, die Hora schon seit Jahren nach Garath lockt. Aber das werde schon, sagt sie optimistisch.

Weil die Menschen derzeit für Kulturveranstaltungen also nicht ins Haus kommen können, kommt die Kultur zu ihnen. Wie gestern das PasParTout Theater, das mit seinem Baby-Elefanten auf dem Garather Marktplatz und Clown Kaspar unterwegs war. „Ist der echt?“, war am Morgen beim ersten Auftritt um 10 Uhr die am häufigsten gestellte Frage. Erst auf den zweiten Blick zeigte sich, dass in der grauen Haut sich dann doch ein Mensch versteckt hatte. Neugierig gingen Rudi, der Baby-Elefant, und Clown Kaspar auf die Menschen zu, die sich spontan eingefunden hatten und sich unterhalten ließen. Auch einige Kita-Gruppen hatten einen Ausflug zum Marktplatz unternommen, um dem stündlich statfindendem Spiel von Kapsar und Rudi zu folgen.

Am vergangenen Wochenende hatte gleich eine ganze Schar von Artisten den Garather Marktplatz belebt, sehr zur Freude von Maren Siegel: „Es war viel los am Freitag und Samstag“, berichtet sie und erzählt von einer betagten Dame, die sich mit den Worten bei ihr bedankt hatte, dass sie noch nie so etwas Schönes gesehen habe. Das Programm „Sommer im Kiez“ von mehreen Bürgerhäusern vor allem aus dem Düsseldorfer Süden auf die Beine gestellt, läuft noch mit den unterschiedlichsten Aktionen bis 18. September. Eine Übersicht gibt es in einer Broschüre, die an öffentlichen Stellen ausliegt.