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Düsseldorf-Garath: SOS muss weiter auf Zentrum warten

Der Verein SOS-Kinderdorf investiert in den Stadtteil Garath Südost : SOS Kinderdorf muss auf Zentrum warten

Die Bauarbeiten haben sich coronabedingt verzögert. Dennoch machen die Arbeiten Fortschritte. Der Neubau für das Mehrgenerationenhaus HellGa soll bis spätestens September 2021 fertig werden.

Eigentlich sollte das Kinderdorfzentrum des Vereins SOS Kinderdorf an der Matthias-Erzberger-Straße in Garath jetzt bezugsfertig sein. „Doch Corona hat uns weit zurückgeworfen“, sagt Einrichtungsleiter Herbert Stauber. Dabei war er vor dem ersten Lockdown im Frühjahr noch zuversichtlich gewesen, was das Halten des Termins betrifft, da lag der Bau auch noch voll im Zeitplan.

Aber es gab viele Verzögerungen. Termine konnten nicht eingehalten werden, weil manche Firmen zeitlich in Rückstand gerieten und die darauf folgenden Gewerke warten mussten. „Das zog einen ganzen Rattenschwanz hinter sich her, und wir mussten den gesamten Bauzeitplan korrigieren“, sagt Stauber.

Doch jetzt ist er ganz zufrieden, denn der Gebäudekomplex an der Matthias-Erzberger-Straße kann sich schon sehen lassen. Die Fenster sind bereits eingebaut, und die Arbeiten an der Außenfassade haben begonnen. Diese wird mit Holz verkleidet.

Bei der Kita, die an der rechten Seite liegt, sieht es von außen ganz gut aus, und im künftigen Mehrgenerationenhaus HellGa läuft der Innenausbau auf Hochtouren. Die Elektriker verlegen meterweise Leitungen, so dass Stauber hofft, dass sie mit ihren Arbeiten noch in diesem Jahr fertig werden. Als Bezugstermin für Teile des Zentrums geht er jetzt vom 1. März oder 1. April aus. „Da fangen wir mit den beiden SOS-Kinderhäusern an, die auf dem ehemaligen Grundstück der katholischen Kirche an der Carl-Severing-Straße stehen“, sagt Stauber. Die dortigen Häuser wurden zwar als Letztes gebaut, werden aber als Erstes fertig. Dort ziehen mit SOS-Betreuern Kinder und Jugendliche, die nicht bei ihren Eltern bleiben können, in Wohngemeinschaften ein.

Schon vor knapp drei Jahren haben die Bauarbeiten für das Zentrum begonnen. Es dauerte lange, bis die Baugenehmigung erteilt wurde. Und dann mussten zum Unmut mancher Bürger mehrere Bäume gefällt werden. Den Unmut konnte Stauber entkräften, denn für die Bäume gibt es Ersatz, und die alte Eiche blieb sowieso stehen. Mehr noch: Immer noch zum Schutz eingerüstet soll sie künftig nicht nur Mittelpunkt des Zentrums sein, sondern auch zum Verweilen draußen einladen, wenn Sitzgelegenheiten aufgestellt werden.

Auf dem rund 4200 Quadratmeter großen Grundstück an der Frankfurter Straße/Ecke Matthias-Erzberger ist ein Komplex aus drei freistehenden Gebäuden entstanden. Mit dem Umzug des Mehrgenerationenhauses, das noch an der Carl-Severing-Straße untergebracht ist, rechnet Einrichtungsleiter Stauber bis spätestens September 2021. Für die Kita 1,2,3 an der Koblenzer Straße mit ihren rund 80 Kindern ist der Umzug zum 1. Juli geplant. Der Betrieb der städtischen Kita gleich hinter dem Gebäudekomplex läuft so lange weiter. „Das Gebäude wird erst abgerissen, wenn alle anderen Arbeiten abgeschlossen sind“, betont Stauber. Erst dann ziehen die Kinder der städtischen Kita an die Koblenzer Straße um. Das Gebäude, einst als Übergangslösung geplant, ist mit dem Auszug der SOS-Kinder frei für den städtischen Kindergarten.

Wenn Stauber auf das neue Zentrum blickt, ist er sehr zufrieden und zu recht ein bisschen stolz. „Ich glaube, Garath Süd-Ost wird aufgewertet“, sagt er und ist überzeugt, dass an der Matthias-Erzberger-Straße ein belebtes Zentrum entsteht.

„Das Angebot soll für Menschen jeden Alters und in jeder Lebenssituation sein“, sagt Stauber. Dazu gehört ein Pädagogisches Zentrum mit Beratungs- und Informationsangeboten rund um die Themen Familie und Erziehung. Außerdem werden die neuen Räumlichkeiten mehr Platz bieten, um Angebote wie die Krabbel- und Spielgruppen, Yoga für Schwangere oder den Senioren-Nachmittag auszubauen. Auch die vielen Angebote für Kinder, wie zum Beispiel die Koch- und Kreativwerkstatt, sollen hier stattfinden können.

„Uns ist wichtig, dass jeder, der zu uns kommt, sich willkommen fühlt und auf ein offenes Ohr trifft“, sagt Stauber. Er möchte, dass das Zentrum ein Platz für alle Garather wird. „Ich bin überzeugt, es wird gut“, sagt er.