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Düsseldorf-Garath: SOS-Kinderdorf-Zentrum macht Fortschritte

Bauaktivitäten in Düsseldorf-Garath : SOS-Kinderdorf-Zentrum macht Fortschritte

Die Kita soll zum Start des neuen Kindergartenjahrs am 1. August bezugsfertig sein. Dann zieht die Kita Koblenzer Straße um. Mit der Inbetriebnahme des Mehrgenerationenzentrums HellGa am neuen Standort rechnet Einrichtungsleiter Herbert Stauber bis September.

Der ursprüngliche Zeitplan konnte wegen Corona nicht eingehalten werden. Eigentlich sollte das SOS-Kinderdorf-Zentrum schon fertig sein. Doch jetzt macht der Bau an der Matthias-Erzberger-Straße in Garath täglich Fortschritte. Die Fenster sind bereits eingebaut, und die Außenfassade kann sich sehen lassen. Der gesamte Komplex ist mit Holz verkleidet. Sämtliche Leitungen sind verlegt. Einrichtungsleiter Herbert Stauber ist sichtlich zufrieden.

Vor ziemlich genau zwei Jahren, am 4. April, war Grundsteinlegung. Inzwischen kann sich jeder Passant, der vorbeigeht, vorstellen, wie das künftige Zentrum aussehen wird. Es herrscht emsiges Treiben, vor allem im Inneren. Der Innenausbau ist im vollen Gange, Böden werden verlegt, ob nun Fliesen oder Linoleum. Und dies trotz Lockdown. Das war im ersten Lockdown noch anders, einige Firmen gerieten mit ihrer Arbeit in Rückstand, die darauffolgenden Gewerke mussten warten. „Das zog einen ganzen Rattenschwanz hinter sich her, wir mussten den Bauzeitplan korrigieren“, sagt Stauber.

Die Kita, die auf der rechten Seite liegt, ist so gut wie bezugsfertig. „Sie hat absolute Priorität“, sagt der SOS-Einrichtungsleiter, denn mit dem neuen Kindergartenjahr am 1. August soll dort der Betrieb beginnen. Dann sollen die Kinder aus der Kita „1,2,3“ an der Koblenzer Straße umziehen. So ist es seit langem geplant, diente die Kita in Modulbauweise doch nur als Übergangslösung. Deren Chefin Bärbel Thorwirth bleibt Leiterin der neuen Kita an der Matthias-Erzberger-Straße, die den Namen Schatzkiste tragen wird. Thorwirth ist bereits mit der Einrichtung der neuen Kita beschäftigt. Möbel sind bestellt, und auch die Planung für die Spielplätze liegt in den letzten Zügen. Neben Rutschen und Sandkästen soll es Pfahlschaukeln, Sand- und Wasserspielgeräte sowie vieles mehr geben.

Und was passiert mit dem städtischen Kindergarten? Der Betrieb der Einrichtung, die hinter dem Gebäudekomplex liegt, läuft weiter. „Das Gebäude wird erst abgerissen, wenn alle anderen Arbeiten abgeschlossen sind“, berichtet Stauber. Erst dann zögen die Kinder der städtischen Kita an die Koblenzer Straße, Stauber geht von Herbst aus. Dann will SOS auf dem Gelände mit dem Gartenamt einen öffentlichen Spielplatz errichten.

Bezugsfertig sind übrigens schon jetzt die SOS-Kinderhäuser, die auf dem ehemaligen Grundstück der katholischen Kirche an der Carl-Severing-Straße stehen. „Die dortigen Häuser wurden zwar als Letztes gebaut, sind aber als Erstes fertig geworden“, sagt Stauber.

Schon vor mehr als drei Jahren haben die Bauarbeiten für das Zentrum begonnen. Es dauerte lange, bis die Baugenehmigung erteilt wurde. Auf dem rund 4200 Quadratmeter großen Grundstück an der Frankfurter Straße/Ecke Matthias-Erzberger-Straße ist ein Komplex aus drei freistehenden Gebäuden entstanden. Mit dem Umzug des Mehrgenerationenhauses HellGa, das noch an der Carl-Severing-Straße untergebracht ist, rechnet Einrichtungsleiter Stauber bis spätestens September.

„Das Angebot soll für Menschen jeden Alters und in jeder Lebenssituation sein“, sagt Stauber. Dazu gehört ein Pädagogisches Zentrum mit Beratungs- und Informationsangeboten rund um die Themen Familie und Erziehung. Die drei Gebäude sind durch Brücken miteinander verbunden. Im Mittelpunkt soll eine große Eiche stehen. So soll eine dörfliche Atmosphäre entstehen. „Uns ist wichtig, dass jeder, der zu uns kommt, sich willkommen fühlt und auf ein offenes Ohr trifft“, sagt Stauber. Außerdem möchte er das Zentrum als einen Platz für alle Garather sehen. Unter anderem ist auch ein Kiosk geplant, damit die Nahversorgung gesichert ist. SOS-Kinderdorf feiert gern, doch eine Eröffnungsparty soll es vorerst nicht geben. „Ich möchte, wenn Corona es wieder zulässt, groß feiern. Und zwar mit allen, die geholfen haben. So wie bei der Grundsteinlegung vor zwei Jahren“, sagt Stauber.