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Düsseldorf-Garath Jugendtreff Lüderitzstraße wird später fertig

Ersatzbau für die städtische JFE Lüderitzstraße : Jugendtreff wird später fertig

Eigentlich hätte die Jugendfreizeiteinrichtung Lüderitzstraße im Mai eröffnet werden sollen. Doch wegen der Pandemie dauerten die Arbeiten länger. Die städtische Bautochter IPM hatte den Auftrag durch die Stadt bekommen. Ob der Jugendtreff nun nach den Sommerferien öffnet, ist noch unklar.

Eigentlich ist die städtische Bautochter IPM dafür bekannt, dass ihre Bauprojekte – vor allem Schulen sowie Um- und Anbauten – ohne Verzögerung über die Bühne gehen. Doch beim Bau der städtischen Jugendfreizeit-Einrichtung Lüderitzstraße ist das nicht der Fall. Auf dem Bauschild, das vorne an der Koblenzer Straße/Ecke Theodor-Litt-Straße steht, heißt es noch, Fertigstellung Februar. Spätestens im Mai sollte die Inbetriebnahme groß gefeiert werden. Doch davon ist weit und breit nichts zu sehen. Grau und verwaist liegt das zweistöckige Gebäude da.

Auf Anfrage unserer Redaktion teilte Johannes Horn, Leiter des Jugendamtes der Stadt Düsseldorf, mit, dass der Bau bis auf kleinere Maßnahmen im Außenbereich innerhalb der vereinbarten Bauzeit fertiggestellt worden sei. „Die inzwischen aufsummierten Verzögerungen ergeben sich aus personell und lieferbedingten Erschwernissen aufgrund der Einschränkungen im Zuge von Covid-19. Der Betrieb auf der Baustelle ist trotz der Einschränkungen weitergeführt worden, jedoch haben verlängerte Lieferzeiten zu einer Verlängerung der Ausführung geführt.“

Die Frage, ob aufgetretene Baumängel zu den Verzögerungen geführt hätten, verneinte Horn in seiner Stellungnahme: „Wie an vielen Gebäuden wird es auch zu kleinen Nachbesserungen bei diesem Gebäude kommen, allerdings kann weder von Baumängeln noch von einem Beweissicherungsverfahren gesprochen werden.“ Zudem seien auch keine Mehrkosten durch Nachbesserungen entstanden.

Wann der neue Jugendtreff, der die marode Einrichtung an der Lüderitzstraße ersetzen soll, in Betrieb geht, steht noch nicht fest. Horn: „Eine Eröffnung der Einrichtung zum neuen Schuljahr wird angestrebt; die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie müssen hierbei jedoch abgewartet werden.“

SPD-Ratsfrau Ursula Holtmann-Schnieder bedauert, dass die Jugendfreizeiteinrichtung noch nicht in Betrieb gehen konnte: „Gerade jetzt in den Sommerferien hätte das gut gepasst.“ Auch sie hat den Grund der Verzögerung bei der Verwaltung erfragt und die Antwort erhalten, dass vor allem die Corona-Pandemie die Fertigstellung erschwert habe. Als Mitglied auch des Jugendhilfeausschusses kann sie es kaum erwarten, dass Kinder und Jugendliche das Gebäude für sich in Beschlag nehmen. Darunter auch die graue Wand, die auf den ersten Blick alles noch trostloser erscheinen lässt. „Das ist die Kletterwand, auf die sich viele freuen.“

Jugendamtsleiter Johannes Horn verweist darauf, dass „diese tolle Maßnahme in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und der IPM bereits 24 Monate nach dem Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss abgenommen werden kann und die Gesamtmaßnahme innerhalb des beschlossenen Budgets realisiert werden konnte.“ Die Kosten für den Ersatzneubau belaufen sich auf rund 3,27 Millionen Euro. Nach Inbetriebnahme soll die alte und marode Einrichtung an der Lüderitzstraße, die nur rund 100 Meter entfernt liegt, geschlossen werden. Die Politik kann sich vorstellen, dass auf dem Grundstück Wohnhäuser entstehen.