Düsseldorf-Garath: Jugendliche müssen sich wegen Brandstiftung verantworten

Düsseldorf-Garath : Gericht verhandelt Brandstiftung

Zwei Jugendlichen wird vorgeworfen, im Forst Eichenhorst gezündelt zu haben.

Eine Beinahe-Katastrophe bei einem dicht besiedelten Wohngebiet konnte die Feuerwehr vor rund einem Jahr im Stadtwald gerade noch abwenden. Durch Brandstiftung stand im heißen August 2018 ein Areal im Forst Eichenhorst nahe Garath in Flammen. Zwei Jungen aus der Umgebung müssen sich dafür am heutigen Montag vor dem Jugendgericht verantworten. Mit damals 14 und 15 Jahren waren die mutmaßlichen Zündler gerade erst strafmündig geworden.

Kurz vor dem Tag der Tat hatten die Behörden vor extrem erhöhter Brandgefahr auch im Stadtwald gewarnt. Die Waldbrandgefahr hatte damals durch anhaltende Sommertemperaturen und lange Trockenphasen bereits Stufe vier von fünf erreicht. Schon der kleinste Funke, so betonten die Feuerwehr sowie das Garten-, Friedhofs- und Forstamt, könne sehr schnell verheerende Folgen haben. Laut Landesforstgesetz ist zwischen 1. März und 31. Oktober das Rauchen, aber auch das Grillen im Wald grundsätzlich strengstens verboten. Die jetzt angeklagten Jugendlichen sollen trotz dieser Warnhinweise gezielt mit einem Feuerzeug in den Wald gegangen sein, um zu zündeln. An einem großen Ast, so die Anklage, legten sie damals zwischen Bäumen auf Höhe der Stettiner Straße einen Brand im Stadtwald, der im ausgedörrten Gehölz rasend schnell um sich griff. Nur durch umgehende Löscharbeiten der Feuerwehr konnte ein Großfeuer abgewendet werden. Durch den schnellen Einsatz der Wehrkräfte gelang es, den Brand auf eine Fläche von 80 Quadratmetern zu begrenzen. Die Anklage gegen das Duo geht davon aus, dass die Jungs bei der Brandlegung das Risiko in Kauf genommen hätten, deutlich größere Waldflächen in Asche zu legen, dadurch auch Anwohner in Gefahr zu bringen. Mit Rücksicht auf das jugendliche Alter der Angeklagten wird das Amtsgericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit über diese Anklage verhandeln. Kommt es zum Schuldspruch, müssen die Angeklagten wohl auch für den Sachschaden von deutlich mehr als 1000 Euro geradestehen.