Düsseldorf-Garath: Grundstein für SOS-Zentrum gelegt

Garath : Grundstein für das SOS-Zentrum gelegt

Zahlreiche Gäste feierten am Donnerstag in Garath Süd-Ost den Beginn des Baus für das geplante Zentrum. Für Einrichtungsleiter Herbert Stauber gab es sogar ein Ständchen.

Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätte sich Herbert Stauber, Einrichtungsleiter des SOS-Kinderdorfs in Garath, nicht machen können. Zu seinem 44. wurde das Projekt, an dem er und seine Mitarbeiter seit Jahren arbeiten offiziell mit der Grundsteinlegung gefeiert. Dafür wurde eigens an der Matthias-Erzberger-Straße der rote Teppich ausgelegt, der in diesem Fall grün war, die Farbe von SOS-Kinderdorf.

Zahlreiche Gäste, allen voran Oberbürgermeister Thomas Geisel und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche waren gekommen, aus München waren Elke Tesarczyk und Reiner Romer vom Vorstand SOS-Kinderdorf angereist. Und natürlich waren viele Garather da, Nachbarn, Stadtteilpolitiker, Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf.

Sie alle brachten Herbert Stauber ein Ständchen, das Oberbürgermeister Geisel, bekanntlich musikalisch ambitioniert, dirigierte, nachdem er überraschend erfahren hatte, dass Stauber Geburtstag hat. Denn der Termin für die Grundsteinlegung wurde nicht von SOS, sondern von der Stadt festgelegt. Herbert Stauber hätte seinen Geburtstag am liebsten verschwiegen. Aber daraus wurde nichts.

„Jetzt ist also die erste Etappe geschafft“, wie Reiner Romer sagte, denn jetzt ginge es nach zähen Genehmigungsverfahren sichtbar nach oben. Seit Jahren plant SOS das Zentrum, schon vor einem Jahr wurde mit den Erdbauarbeiten begonnen. OB Geisel betonte, dass dieser Ort in Garath Süd-Ost zur Revitalisierung des Stadtteils beitrage.

Auf dem rund 4200 Quadratmeter großen Grundstück an der Frankfurter Straße/Ecke Matthias Erzberger Straße soll bis Herbst 2020 ein Komplex aus drei freistehenden Gebäuden entstehen. Die Kita 123 an der Koblenzer Straße zieht mit ihren rund 80 Kindern um. Auch das Mehrgenerationenhaus Hell-Ga findet in dem Neubau ein endgültiges Zuhause.

„Das Angebot soll für Menschen jeden Alters und in jeder Lebenssituation sein“, sagt Stauber. Dazu gehört auch ein Pädagogisches Zentrum mit Beratungs- und Informationsangeboten rund um die Themen Familie und Erziehung. Außerdem werden die neuen Räumlichkeiten mehr Platz bieten, um Angebote wie die Krabbel- und Spielgruppen, Yoga für Schwangere, den Senioren-Nachmittag und auch die vielen Angebote für Kinder wie zum Beispiel die Koch- und Kreativwerkstatt noch auszubauen.

Die drei Gebäude sind durch Brücken künftig miteinander verbunden. Im Mittelpunkt soll eine große Eiche stehen. So soll eine dörfliche Atmosphäre entstehen. „Uns ist wichtig, dass jeder, der zu uns kommt, sich willkommen fühlt und auf ein offenes Ohr trifft“, sagt Stauber. Außerdem möchte er das Zentrum als ein Platz für alle Garather sehen. Unter anderem ist auch ein Kiosk geplant, damit die Nahversorgung gesichert ist. In die Zeitkapsel, die mit dem Grundstein einbetoniert wurde, wurden Kunstwerke von Kindern der Kita an der Koblenzer Straße gelegt, gute Wünsche und eine Ausgabe der Rheinischen Post.

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