Düsseldorf-Garath: Bei SOS geht es allmählich voran

Düsseldorf-Garath : Bei SOS geht es allmählich voran

In Garath Süd-Ost entstehen eine neue Heimat für Hell-Ga und zwei Gruppenhäuser für SOS-Familien.

Noch etwas unscheinbar wirkt aktuell die Baustelle von SOS-Kinderdorf an der Matthias-Erzberger-Straße in Garath Süd-Ost, wo das SOS-Kinderdorfzentrum entstehen soll. „Das wird sich aber jetzt täglich ändern“, prognostiziert Einrichtungsleiter Herbert Stauber. Denn auf dem rund 4200 Quadratmeter großen Grundstück an der Frankfurter Straße/Ecke Matthias-Erzberger-Straße soll bis Ende 2020 ein Komplex aus drei freistehenden Gebäuden entstehen. Die Tiefbauarbeiten sind inzwischen abgeschlossen, sämtliche Leitungen verlegt und das Fundament ist gegossen. „Jetzt geht es in die Höhe“, sagt Stauber. Dann können Passanten die einzelnen Bauabschnitte auch endlich sehen. Es wird an allen Seiten gearbeitet. Dafür ist sogar die Bushaltestelle um einige Meter verlegt worden.

Die städtische Kita wird ihren Betrieb weiterlaufen lassen, „das Gebäude wird nicht abgerissen“, betont Stauber. Erst wenn alle Arbeiten abgeschlossen sind und die Kinder der Kita 1,2,3 von der Koblenzer Straße in das neue Gebäude einziehen, gibt es auch einen Umzug des städtischen Kindergartens.

Neben der Kita 1,2,3 mit rund 80 Kindern zieht auch das Mehrgenerationenhaus Hell-Ga um und findet in dem Neubau ein endgültiges Zuhause. Bis zum Umzug bleibt Hell-Ga an der Carl-Severing-Straße, nur einen Steinwurf entfernt von seiner neuen Bleibe, nämlich in der ehemaligen katholischen Kirche, die inzwischen an den Wochenenden von der Freien Christengemeinde „Fountain Gate“ genutzt wird. „Mit ihnen haben wir einen Mietvertrag bis Ende 2020, also bis zum Umzug“, sagt Stauber.

Dann geht Hell-Ga in eines der drei Gebäude, die durch Brücken miteinander verbunden werden sollen. Im Mittelpunkt soll eine große Eiche stehen. So soll eine dörfliche Atmosphäre entstehen. „Uns ist wichtig, dass jeder, der zu uns kommt, sich willkommen fühlt und auf ein offenes Ohr trifft“, sagt Stauber. Außerdem möchte er das Zentrum als einen Platz für alle Gara­ther sehen.

Und auch neben dem derzeitigen Standort von Hell-Ga wird kräftig gebaut. Dort entstehen zwei Gruppenhäuser, in denen SOS-Kinderdorf-Familien leben sollen. Keller und Erdgeschoss sind weitgehend fertig. So hofft Stauber, der für SOS das vorher ungenutzte Grundstück von der katholischen Kirchengemeinde gekauft hat, dass im Laufe des nächsten Jahres die Häuser bezugsfertig sind. Die SOS-Kinderdorf-Mütter stehen schon fest.