Frankfurter Straße in Garath Am Wertstoffhof ist es regelmäßig eng

In der schmalen Straße konkurrieren Feuerwehrleute, Wertstoffhofbesucher und Fußgänger um den wenigen Platz.

Düsseldorf-Garath: Am Wertstoffhof ist es regelmäßig eng
Foto: grafik

Die Bezirksvertretung 10 (Garath, Hellerhof) möchte die Zufahrt zum Wertstoffhof an der Frankfurter Straße komplett umgestalten lassen. Der Antrag von Frederik Hartmann (Grüne) und Peter Ries (Freie Wähler) wurde knapp mit sieben Stimmen gegen sechs Enthaltungen beschlossen. Vor allem die SPD wollte sich dem Votum nicht anschließen. Christiane Sieghardt-Edel erklärte: „Ich sehe keinen Handlungsbedarf. Die Verkehrsteilnehmer nehmen aufeinander Rücksicht.“

Zu diesem Eindruck kann man vor allem vormittags innerhalb der Woche kommen. Dann ist die Lage meist sehr entspannt. Der Strecken­abschnitt verläuft vom Bürgerbüro zum Wertstoffhof und endet dort in einem Wendekreis. Die Straße verläuft entlang der Feuerwehr und entlang der Lärmschutzmauer der A59. Der Gehweg auf der einen Seite ist mit 0,85 Metern sehr schmal. Der Fußgängerweg auf der anderen Seite ist mit 1,25 Meter breiter, aber dafür nicht beleuchtet.

Bürger hatten beim Quartiersmanagement des Stadtteils angeregt, dass der schmale Bürgersteig verbreitert werden sollte, da er für Personen mit Kinderwagen und für Rollstuhlfahrer nicht ausreiche. Häufig würden sie deshalb gezwungen, auf die Straße ausweichen. Zum Problem werde die Situation bei größeren Veranstaltungen mit viel Publikumsandrang, wenn ein Schützenfest oder Flohmarkt stattfindet, erklärt Uwe Sandt, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle. Viele, die mit der S-Bahn anreisten, würden dann über diesen Streckenabschnitt zum Schützenplatz gehen, was beim schmalen Bürgersteig zu Gefahren führen könne.

Für Autofahrer gibt es ebenfalls Stoßzeiten, zu denen die Verhältnisse chaotisch werden, etwa freitagnachmittags und samstags. Entlang der Straße parken Besucher der Feuerwehrschule aus ganz Nordrhein-Westfalen. Wenn sie nach ihren Seminaren abreisen, bildet sich auf der engen Straße schnell ein großer Rückstau. Vor allem, wenn gleichzeitig aus der Gegenrichtung Bürger mit einem Anhänger an ihrem Fahrzeug Grünschnitt im Wertstoffhof abliefern wollen, geht dann gar nichts mehr.

In der Vergangenheit hatte die Verwaltung schon einmal überprüft, ob der Wertstoffhof verlegt werden könnte. Die Kosten lägen allerdings im siebenstelligen Bereich, erinnert sich Sandt. Diese Lösung sei also nicht bezahlbar.

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