Düsseldorf: Festakt der Garather Jonges zum 50-Jährigen

Düsseldorf-Garath : Festakt der Garather Jonges zum 50-Jährigen

Der Heimatverein Garather Jonges feierte am Sonntag in der Freizeitstätte den Festakt zum 50-jährigen Bestehen.

(rö) Wie beruhigend, dass inzwischen in jedem Plan der Stadt Garath verzeichnet ist. Das war bis vor fünf Jahren noch anders – aus Versehen natürlich. Diese Anekdote gab Oberbürgermeister Thomas Geisel gestern Morgen beim Festakt der Garather Jonges zu ihrem 50-jährigen Bestehen zum Besten. Geisel ist selbst seit Jahresanfang Ehrenmitglied des Heimatvereins.

So fanden also alle geladenen Gäste den Weg in die Freizeitstätte, auch Wolfgang Rolshoven. Für den Präsidenten der Düsseldorfer Jonges – mit 3150 Mitgliedern der größte deutsche Heimatverein –, der die S-Bahn genommen hatte, sei es kein Problem gewesen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln von „Düsseldorf nach Garath“ zu kommen. Trotz dieser geografischen Ungenauigkeit gehören die Garather Jonges mit ihrem Baas Peter Heinen und den 82 Mitgliedern natürlich zu den Düsseldorfer Jonges.

In einem Punkt ist der südlichste Heimatverein der Landeshauptstadt Vorreiter, wie auch Geisel in seiner Rede betonte: Er lässt nicht nur Frauen als Mitglieder zu, sondern hat mit Renate Hübner sogar ein weibliches Vorstandsmitglied. Rolshoven konterte in seinem Grußwort, ob der OB denn wolle, dass man ihn, Rolshoven, steinige, weil er sich dafür ausspreche, Frauen im Verein zuzulassen: „Wir haben uns in den vergangenen sieben Jahren geöffnet.“ Es gebe inzwischen sowohl Referentinnen als auch weibliche Ehrengäste. Ein Tipp des Jonges-Präsidenten lässt sich aber sicherlich aufgreifen: Das Garather Schloss sei in Düsseldorf nur wenigen bekannt und sollte ruhig öfter genutzt werden.

Dass die Garather Jonges kein reiner Herrenclub sind, hat wohl auch etwas mit dem „unkonventionellen Pragmatismus“ zu tun, für den Rolshoven den Vorstand und seine Mitglieder lobte. Bezirksbürgermeister Uwe Sievers fand für die gleichen Tugenden andere Worte: „Wenn Hilfe benötigt wird, sind die Jonges immer da.“ Das hat auch damit zu tun, dass die Garather das Arbeiten gewöhnt sind. Sind die meisten doch in den Stadtteil gezogen, als er noch im Aufbau war. Wie Bernd Bisanz, der für seine 32-jährige Mitglied­schaft geehrt wurde. Er wurde, wie er mit einem Augenzwinkern erzählte, 1963 im Alter von sechs Jahren von seinen Eltern nach Garath verschleppt.

Baas Peter Heinen erinnerte in seiner Rede an den Ursprung der Garather Jonges. Das, so sagte er, könne man Garath 1.0 nennen. 1969 sei der Startschuss dafür gelegt worden, dass man sich um seinen Stadtteil kümmert. Das Stadterneuerungsprojekt Garath 2.0 sei vor diesem Hintergrund als Relaunch zu verstehen, sagte OB Thomas Geisel.

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