Düsseldorf: Ärger über wilde Müllkippen in Garath

Immer wieder Abfallberge in Düsseldorf : Ärger über wilde Müllkippen in Garath

Kaputte Möbel, alte Teppiche und Elektrogeräte liegen in Garath oft mitten auf den Gehwegen. Die Awista handelt zwar schnell, häufig bleibt es jedoch nicht lange sauber. Das ist ein Ärgernis für die Bewohner.

Mit viel Geld werden derzeit die Bemühungen der Stadt vorangetrieben, den Stadtteil Garath attraktiver zu machen. Unabhängig von dem breiten Angebot an Kultur und Sport bieten sich im Viertel jedoch regelmäßig unschöne Anblicke: Fahrradleichen, Aufkleber mit rechten Parolen und immer wieder auch wilde Müllkippen.

Vor allem Letztere stören viele Garather, verschandeln sie doch zum Teil in erheblichem Ausmaß das Straßenbild: Kaputte Möbel, alte Teppiche und Elektrogeräte liegen oft mitten auf den Gehwegen abseits der Fußgängerzone, Hausabfälle und Essensreste werden bald dazugelegt und locken Ungeziefer und Ratten an. Werden die Müllkippen nicht beseitigt, wachsen sie schnell weiter.

Der zuständige Leiter der Bezirksverwaltungsstelle, Uwe Sandt, sagt dazu: „An einigen Stellen in Garath scheint es zur Gewohnheit geworden zu sein, seinen Müll einfach auf der Straße abzuladen.“ Denn auch wenn die Awista eine Ecke aufräumt, würde sich dort oft nur wenige Tage später erneut der Abfall sammeln.

Ebenfalls durch Bürgerbeschwerden auf die Sauberkeit im Stadtteil aufmerksam geworden ist Peter Ries, Stadtteilpolitiker, Seniorenrat und Betreiber des Garather Infoportals www.garath-online.de. Dort hat er einen ausführlichen Artikel zum Thema Müll im Straßenbild veröffentlicht, in dem er auch auf mögliche Lösungen hinweist: Seit Sommer 2018 gibt es die Sauberkeits-App der Stadt Düsseldorf, bei der Verschmutzungen schnell und unkompliziert gemeldet werden können. Die Awista entsorgt gemeldete wilde Müllkippen meist innerhalb weniger Tage.

Durch den Abtransport durch die Stadt haben die Verursacher ihr Ziel allerdings erreicht, den eigenen Abfall schnell und einfach loszuwerden.

Das Ablagern von Müll im öffentlichen Raum ist verboten und kann nach dem landesweit gültigen Bußgeldkatalog zum Teil hohe Geldstrafen nach sich ziehen: Ein Möbelstück auf einer wilden Müllkippe zu entsorgen kann beispielsweise bis zu 300 Euro kosten, für schadstoffhaltige oder umweltgefährdende Produkte wird es noch teurer.

Schwierig ist jedoch oft die Feststellung des Verursachers: Das Ordnungsamt sucht in großen Schrotthaufen nach Hinweisen auf den Eigentümer. Wahrscheinlicher ist es jedoch, den Schuldigen festzustellen, wenn Passanten die Augen offenhalten.

Wenn beispielsweise alte Möbel mit dem Wagen angeliefert und rechtswidrig entsorgt werden, kann das Kennzeichen ans Ordnungsamt gemeldet werden. „Solcher Müll prägt auch das Bild unseres Stadtteils“, sagt Lokalpolitiker Peter Ries. Er bezeichnet die Einstellung der Menschen, die ihren Müll auf der Straße entsorgen, als „rücksichtslos“.

Haben auch Sie Erfahrung mit Müll in der Öffentlichkeit? Schreiben Sie uns Ihre Eindrücke: per Mail an duesseldorf@rheinische-post.de.