Die KinderKulturTage brachten Hunderte junge Musiker und Tänzer nach Garath.

Wettbewerb : Bühne frei für Nachwuchskünstler

Die KinderKulturTage brachten Hunderte junge Musiker und Tänzer nach Garath.

Der Arena-Saal der Garather Freizeitstätte an der Fritz-Erler-Straße war voll besetzt. Der Verein Kin-Top hatte zu den KinderKulturTagen geladen. „Es geht darum, Kindern aus verschiedenen Vereinen eine Bühne zu bieten“, so Leiterin Elina Chernova. Am Samstag waren so über 600 junge Tänzer nach Garath gekommen, die sich mit ihren Gruppen in insgesamt 76 Auftritten messen konnten.

Eine Jury aus professionellen Tänzern und Trainern bewertete die Performances. „Wir haben qualifizierte Leute gewinnen können, die wirklich wissen, um was es geht“, erklärte Projektleiterin Aleksandra Dillmann. Sowohl Jury als auch Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen Nationen, Kin-Top gehe es vor allem darum, Vereine anzusprechen, die sich für die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund einsetzen. Ein Engagement, das auch der Bundestagsabgeordnete für den Düsseldorfer Süden, Andreas Rimkus (SPD), seit drei Jahren als Schirmherr unterstützt. Am Samstag half er bei der Preisverleihung mit. Die Auftritte waren in Kategorien wie Klassik, Modern/ HipHop oder Folk sowie verschiedene Altersklassen eingeteilt. Bewertet wurden Professionalität und Originalität. Auch Kostüme und Make-Up wurden berücksichtigt. In der Kategorie Klassik etwa schaffte es die Balletschule Maria aus Düsseldorf auf den ersten Platz.

Elina Chernova freute sich: „Es ist ein Geschenk der Garather und der Stadt Düsseldorf, dass wir die Räume wieder nutzen dürfen.“ Aber auch die Garather Freizeitstätte wird langsam zu klein für den Andrang. In diesem Jahr hatten sich bereits im Januar so viele Teilnehmer angemeldet, dass Chernova einigen von ihnen absagen musste. Sie und die mittlerweile 20 Mitarbeiter des Kin-Top hatten seit September an der Vorbereitung gearbeitet.

Neben den KinderKulturTagen bietet der Verein mit seinen mehr als 80 ehrenamtlichen Mitarbeitern Integrations- und Sprachkurse für Kinder und Erwachsene sowie verschiedene Freizeitaktivitäten an. „Wir haben festgestellt, dass Integration schwierig ist, wenn die Eltern nicht integriert sind“, so Chernova. Kin-Top hatte sich 2003 aus einer Initiative von Eltern mit russischem Migrationshintergrund gebildet, heute engagieren sich dort Menschen aus über 30 Nationen. Mit den KinderKulturTagen erreichen Chernova und Dillmann Musiker und Tänzer weit über Düsseldorf hinaus, sogar Gruppen aus München und Rostock waren angereist.

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