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Das UFO der Oper am Rhein macht Halt in Garath

Kultur im Düsseldorfer Süden : Die mobile Spielstätte der Oper macht Halt in Garath

Das UFO steht jetzt auf der Wiese am Anne-Frank-Haus. Die Eröffnungsfeier findet am Samstag, den 15. Januar 2022, statt. Besucher und Interessierte sind herzlich willkommen.

Zipfel aus silberner Plane ragen in den Himmel über Garath. Die umliegenden Häuserblocks spiegeln sich in den Metallblechen des seltsamen Gebildes, das auf der Wiese hinter dem Anne-Frank-Haus aufgebaut wird. Zwei Jungs flitzen an dem Treiben vorbei. Was hier entstehen soll, wissen sie nicht. „Irgendwas mit der Jungen Oper, steht da“. Hinter dem seltsamen Konstrukt befindet sich tatsächlich das sogenannte UFO der Jungen Oper Urban.

Dabei handelt es sich um eine mobile Spielstätte für Musiktheater, mit einem besonderen Angebot für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren. Im Inneren des UFOs wird in den kommenden Wochen ein Libretto aufgeführt, ein Opernstück, gerichtet an Kinder wie die beiden Jungs, die den Aufbau so neugierig verfolgen.

Michaela Dicu ist die kreative Projektleiterin des UFOs. „Mit der mobilen Spielstätte wollen wir die Oper den Menschen in ihren Stadtteilen näher bringen“, erklärt sie die Aktion. Vor allem richte man sich dabei an all jene, die in ihrem Leben bisher wenige Berührungspunkte mit Musiktheater hatten.

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38 Quadratmeter groß ist der mobile Raum, bis zu 30 Kinder sollen hier bei Aufführungen Platz finden. Das UFO ist geheizt, also auch jetzt im Winter gut zu besuchen. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Schulklassen, aber auch Eltern oder Großeltern können sich mit ihren Kindern eine Vorstellung anschauen. Karten sind noch verfügbar.

Das Stück, das in dem Zelt an der Stettiner Straße 114 gezeigt wird, trägt den Titel „Als wir nicht wussten wer wir waren“. Es handelt von einem jungen Mädchen, das nach einem Streit mit der Familie von Zuhause ausbüchst. Während das Mädchen durch die Straßen streift, trifft es auf eine alte Dame, eine ehemalige Opernsängerin. Die Frau ist einsam und leidet unter Demenz. Trotz des großen Altersunterschiedes freunden sich die beiden an.

Gespielt wird die Operndiva von Morenike Fadayomi, Sopranistin im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein. Das Mädchen wird von Florentine Kühne verkörpert. Neben den beiden Darstellerin finden eine Cellistin und ein Pianist in dem UFO Platz. Sie begleiten das Stück musikalisch.

„Als wir nicht wussten wer wir waren“ wird in Garath in dieser Form uraufgeführt. Es ist eigens für den Standort geschrieben worden und stammt aus der Feder von Jan Sobrie, einem belgischen Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur. Garath spielt für die Inszenierung eine wichtige Rolle. „Wir haben uns den Stadtteil angeschaut und dabei festgestellt, dass hier viele sehr junge Menschen leben, aber eben auch sehr viele Ältere“, sagt Projektleiterin Dicu. Diese demografische Besonderheit soll sich im Stück widerspiegeln.

Garath ist der zweite Ort, an dem das junge Opernprojekt wortwörtlich seine Zelte aufschlägt. Zuvor hat das UFO in Duisburg am Hauptbahnhof gestanden. Bis zum Sommer 2023 sollen noch weitere sechs Plätze in Düsseldorf und Duisburg angesteuert werden. An jedem Ort wird ein anderes Musiktheaterstück gezeigt.

Allerdings möchte das UFO nicht nur mit den Theatervorstellungen eine Bereicherung für den jeweiligen Stadtteil sein, in dem es Halt macht. Auch außerhalb der Aufführungen können Besucher den mobilen Kulturraum zu bestimmten Zeiten erkunden.

Eröffnet wird das UFO am kommenden Samstag, den 15. Januar 2022. Ab 14 Uhr begrüßt das Team des mobilen Theaterraums Interessierte. Ein DJ sorgt für Livemusik und auch erste Auszüge aus dem Stück sollen aufgeführt werden. Bei Bratwurst und Limo darf sich die Nachbarschaft mit dem unbekannten Objekt vertraut machen.

„Als wir nicht wussten wer wir waren“ feiert am Dienstag, den 15. Februar 2022 um 11 Uhr Premiere. Insgesamt sind neun Vorstellungen geplant.