Garath. : Das Taubenhaus ist ein Erfolg

Im unteren Bereich der Fußgängerzone ist Garath inzwischen taubenfrei. Doch Unverbesserliche füttern aus falsch verstandener Tierliebe in Höhe der Sparkasse immer noch.

Friedlich gurrend sitzen einige Tauben auf dem Häuschen hinter der Fußgängerzone. Der Taubenschlag liegt ziemlich versteckt am Ende des Parkplatzes an der Fritz-Erler-Straße. Doch für die Tauben ist er inzwischen zu einer Art zuhause geworden. Einige von ihnen fliegen schnurstracks durch einen Schlag direkt ins Haus hinein.

Es ist nicht größer als eine Hütte, die im Garten steht. Dort wurden im Frühjahr die Tauben angefüttert. Inzwischen ist das Taubenhaus bei den Tieren gut angenommen. Die Tauben sind umgesiedelt. Ihnen dient jetzt das Gartenhäuschen als Unterschlupf. Vorbei sind die Zeiten, in denen es sich die Tauben in den dunklen Zwischenräumen der Unterführung gemütlich gemacht haben und sich rapide vermehrten. Ihre Hinterlassenschaften waren überall im unteren Bereich der Fußgängerzone zu sehen und teilweise auch zu riechen.

Inzwischen ist der Bestand reduziert. Denn Mitglieder des Düsseldorfer Tierschutzvereins haben die Tauben in den Taubenschlag gelockt, damit sie dort ihre Eier legen und brüten können. Allerdings werden ihre Eier zum Teil durch Gipseier ersetzt, so dass sie sich nicht mehr so schnell vermehren.

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Mit großen Engagement hat die Stadt gemeinsam mit der Kübelstiftung, Eigentümer der Immobile, ein Konzept erstellt, um der Taubenplage im Garather Hauptzentrum Herr zu werden. Die gesamte Unterführung wurde mit Gittern versehen, damit die Tauben dort nicht mehr Unterschlupf finden. Ein Kammerjäger hat die Vögel dort Anfang des Jahres herausgeholt. Kosten für das gesamte Projekt: rund 50.000 Euro, von denen die Hälfte die Kübelstiftung übernommen hat.

"Wir haben zumindest im unteren Teil der Fußgängerzone das Taubenproblem in den Griff bekommen", sagt Bezirksverwaltungschef Uwe Sandt, der sich immer wieder dafür stark gemacht hat, die Taubenplage zu lindern. Das Konzept, das auch die Bezirksvertretung und der Düsseldorfer Tierschutzverein unterstützen, sei aufgegangen.

Doch es gibt Unverbesserliche, die weiterhin die Tauben füttern. Das geschieht vor allem im oberen Bereich der Fußgängerzone, meist in Höhe der Sparkasse. Unbekannte haben ganze Tüten mit altem Brot ausgeschüttet. "Wir haben dort schon mehrfach Essensreste und Brot gefunden", sagt Sandt verärgert und ergänzt: "Das Füttern muss aufhören, sonst bekommen wir die Taubenplage nie ganz in den Griff." Er hat den städtischen Ordnungsdienst informiert, der ab sofort stärker im Garather Hauptzentrum kontrollieren wird. Denn das Füttern von Tauben ist verboten und der OSD kann Bußgelder verhängen. Dann müsste der Taubenfütterer bis zu 75 Euro für sein Vergehen bezahlen. Beim Tauben füttern ginge es nicht nur um falsch verstandene Tierliebe, das sei auch ein Hygieneproblem, sagt Sandt. Sein Appell: Wer Passanten beobachtet, die Tauben füttern, möge den Ordnungsdienst oder die Bezirksverwaltungsstelle (Tel. 8993280 oder 8997542) anrufen.

(RP)