Nach Unglück im März : Bedrohliche Bäume beschnitten

Seit Monaten fürchten Anwohner, dass die Kastanien auf ihre Häuser fallen könnten. Die Stadt hat nun die alten Bäume beschnitten, eine Fällung, wie die Garather sie sich wünschen, ist jedoch nicht geplant.

Seit dem März dieses Jahres blicken die Anwohner der Straßen Am Garather Mühlenbach und Am Kapeller Feld mit Sorge auf die Bäume vor der Reihenhaussiedlung. Bei einem Sturm war eine der über 100 Jahre alten Kastanien umgestürzt und hatte das Dach eines Hauses stark beschädigt. Nur durch glückliche Umstände kam keiner der Bewohner zu Schaden. Die Nachbarn fürchten nun, dass sich dies beim nächsten starken Unwetter wiederholen könnte.

Nun gibt es zumindest vorerst Entwarnung für die Garather. Die Stadt hat in dieser Woche die Kronen der alten Kastanien merklich zurückgeschnitten und gepflegt.

„Das Gartenamt hat den Baumbestand anlassbezogen begutachtet. Dabei haben die Mitarbeiter mit einem Sondiereisen die Wurzelansätze der Altbäume überprüft“, wie ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte. Schäden oder Beeinträchtigungen seien dabei aber nicht festgestellt worden. Im Herbst sind demnach weitere Kontrollen des fraglichen Baumbestandes vorgesehen, um ihre Gesundheit und Standsicherheit erneut zu bewerten. Um genau diese Standsicherheit sorgen sich die Anwohner. Sie gehen davon aus, dass auch die übrigen Bäume der Kastanienallee von Hitze, Trockenheit und Parasitenbefall geschwächt sei könnten, da sie über Jahrzehnte denselben Umweltbedingungen ausgesetzt waren wie jener Baum, der im März ins Dach gestürzt war.

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Die Anwohner der Straße Am Garather Mühlenbach hätten es am liebsten gesehen, wenn die großen Bäume ganz gefällt würden – so groß war die Angst davor, dass weitere Kastanien fallen, die Häuser beschädigen oder gar Menschen verletzen könnten. Doch eine Baumfällung sei an dieser Stelle aktuell nicht vorgesehen, so der Stadtsprecher weiter. Man werde den Baumbestand jedoch im Auge behalten.