Autor Stefan Naas liest in Garath aus seinem neuen Buch Paul und Poppy

Lesung in Garath : Mit Paul und Poppy um die Welt

Der Urdenbacher Stefan Naas hat ein Kinderbuch geschrieben. Die Geschichte über einen kleinen Jungen und seinen außerirdischen Freund hatte ihre Premierenlesung in der Garather Montessori-Grundschule.

Als Paul eines Tages in den Himmel schaut, sieht er ein Ufo, das direkt in seinem Garten abstörzt. Heraus kommt der zottlige kleine Außerirdische Poppy, und wenig später sind die beiden gute Freunde und gehen gemeinsam auf eine fantastische Reise.

„Paul und Poppy“ heißt das Kinderbuch von Stefan Naas, das gestern in der Garather Montessori-Grundschule seine Premierenlesung hatte und seit heute im Buchhandel erhältlich ist. Naas ist 41 Jahre alt, wohnt in Urdenbach und ist dreifacher Vater. „Meinen Kindern muss ich immer wieder Geschichten erzählen, und irgendwann ist eine davon auf Papier gelandet“, beschreibt der Autor den Entstehungsprozess seines ersten Buches.

Paul und Poppy bereisen im Raumschiff die ganze Welt, sie sehen dabei die Schönheit des Ozeans und des Regenwaldes, werden aber auch mit Umweltverschmutzung und Großwildjagd konfrontiert. „Ich wollte nicht, dass alles nur schön ist“, sagt Naas. Er hofft, dass Kinder durch sein Buch mit ihren Eltern ins Gespräch kommen, um sich schon früh wichtiger Themen bewusst zu werden.

Die bunten Illustrationen zur Geschichte der beiden Freunde stammen von Sandra Lor-Zade. Diese kennt Stefan Naas aus ihrer Schulzeit. „Als er sein Buch geschrieben hat, war es nur natürlich, dass wir zusammen arbeiten“, sagt sie.

Die Premierenlesung an der Garather Grundschule wurde von 1Live- und ARD-Moderatorin Mona Ameziane begleitet. „Das junge Publikum war super drauf“, sagt Ameziane, die die Kinder mit einem Quiz herausforderte und auch Fragen an das Autoren-Team stellen ließ. Besonders stimmungsvoll war die Lesung, weil Naas Profi ist: Als Sprecher ist er oft im Fernsehen oder in Hörspielen zu hören. Aber auch die Illustratorin Sandra Lor-Zade, die dem Außerirdischen Poppy die Stimme gab, sorgte für sehr viel Stimmung – und für manchen Lacher unter den Kindern über den charmanten Sprachfehler des kleinen Poppy. „Einfach überwältigend“, beschreibt Stefan Naas seine Erfahrung in der Montessori-Grundschule, die auch einer seiner Söhne besucht.

Vor und nach der Lesung moderierte Mona Ameziane. Sie fragte die Kinder unter anderem, wohin sie gern mit einem Ufo fliegen würden. Foto: RP/Dominik Schneider

Mit im Publikum war auch sein Verleger Hans-Jürgen van der Gieth. Er freute sich über die positive Resonanz der Garather Grundschüler. „Es wird ja gerade Kindern immer weniger vorgelesen, und dann lesen sie auch später nicht freiwillig – ein gesellschaftliches Problem“, so van der Gieth. Um so wichtiger sei es, dass Geschichten wie die von Paul und Poppy geschrieben werden. „Und wir haben hier gutes Material bekommen. Das Manuskript war von Anfang an kaum von dem eines erfahrenen Autors zu unterscheiden“, sagt er.