Garath: 22 Wohnungen am Edeka-Markt geplant

Garath: 22 Wohnungen am Edeka-Markt geplant

Seit drei Jahren stehen die Geschäftsräume leer. Ein Investor möchte dort bauen.

Seit mehr als drei Jahren ist der Edeka-Markt in Garath Süd-West geschlossen. Die Aufregung war damals groß, die Anwohner waren empört, weil es mit der Schließung des Supermarktes keine Nahversorgung für das Viertel mehr gab.

Foto: Günter von Ameln

Dank des Engagements der Bürger- und Interessengemeinschaft Garath (BIG) gibt es einen Wochenmarkt am Donnerstag. Inzwischen hat sich in dem Zentrum viel geändert. Die Bauarbeiten für das geplante Altenheim der Caritas haben begonnen, die Hoffnungskirche wurde abgerissen, das Mehrgenerationenhaus Hell-Ga ist nach Garath Süd-Ost umgezogen, und der Donnerstag-Markt steht jetzt wegen der Bauarbeiten nicht mehr in der Einkaufspassage, sondern vor dem ehemaligen "Goldenen Ring".

Das Einzige was in den vergangenen drei Jahren beständig war, ist der Edeka-Markt, der weiterhin leer steht. Immer wieder gab es Gerüchte, dass der Eigentümer die Immobilie veräußert habe. Immer wieder war auch die Rede davon, dass der Gebäudekomplex abgerissen wird und dort ein Neubau entstehen soll.

Peter Ries (Freie Wähler), Mitglied der Bezirksvertretung (BV) 10, hat in der jüngsten Sitzung der BV eine Anfrage gestellt, um mehr über den Planungsstand des ehemaligen Edeka-Grundstücks zu erfahren.

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Das Stadtplanungsamt bestätigte jetzt, dass ein Investor eine Bauvoranfrage für eine neue Wohnbebauung an dieser Stelle eingereicht habe. Die Rede ist von 22 Wohnungen ohne Gewerberäume. Die Bauvoranfrage "befindet sich gerade in der Prüfung", heißt es seitens der Verwaltung. Sobald die interne Prüfung abgeschlossen ist, will das städtische Planungsamt die Pläne den Mitgliedern der Bezirksvertretung vorstellen.

Die neue Nutzung des ehemaligen Edeka-Marktes soll aber nur ein Baustein von vielen Neubaumaßnahmen sein. Ziel ist es, dass der Wohnkomplex mit den anderen Neubauten in Garath Süd-West ein einheitliches Erscheinungsbild ergibt, so die Verwaltung.

Auf die Frage von Peter Ries, wann mit den Bauarbeiten begonnen wird, verweist die Verwaltung auf das Freiraumkonzept für Garath, das momentan mit Bürgerbeteiligung entwickelt wird. "Sobald die beantragten Fördermittel für das Projekt freigegeben wurden, sollen die Ideen vor Ort ausgearbeitet, konkretisiert und auch umgesetzt werden", so die Verwaltung, deren Ziel es ist, ein zukunftsfähiges und stabiles Zentrum zu erhalten.

(RP)
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