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Garath: Wiesencafé nimmt weiter Form an

Garather Wiesencafé : Garather bauen weiter an ihrem Wiesencafé

Berufsschüler, die mit Kindern Insektenhotels aufstellen, Studenten, die Schülern das Fotografieren beibringen, und Eltern, die am Grill für Verpflegung sorgen. Fast wirkt es, als wäre das Wiesencafé am Wittenberger schon die Begegnungsstätte, die sie doch erst noch werden soll.

Bei einem gemeinsamen Treffen trafen sich jetzt auf Einladung von Künstlerin und Initiatorin Uta Reeh alle interessierten und beteiligten Einrichtungen und Anwohner, um über die weitere Entwicklung des neuen Cafés zu sprechen.

„Mit unseren Insektenhotels wollen wir den Insekten und vor allem Schmetterlingen einen neuen Rückzugsraum geben“, erklärt Mert Demirpolat den Kindern der Kita am Wittenberger Weg. Über einen Monat hat der Schüler des Heinrich-Hertz-Berufkollegs mit vier Mitschülern an den Insektenhotels gebaut.

„Das ist nicht nur die kleine Generalprobe für unsere späteren Lehmwände am Café, sondern zeigt das, was wir uns hier wünschen“, erklärt Ute Reeh. „Hier soll ein Ort der Begegnung für Bildungseinrichtungen, Kreativköpfe, aber vor allem auch für die Anwohner entstehen.“

Mit dem Treffen wollte Reeh vor allem die Garather einbinden. Später soll eine Jugendbauhütte auf der Fläche entstehen, auf der es bislang nur das Fundament als Plateau gibt. „Bauhütten waren im Mittelalter Häuser für alle Handwerke, die etwas für das Gemeinwesen schufen“, erklärt Reeh.

Auch bei dem Treffen ließ sich das Miteinander im Bauprozess beobachten: Während Architektur-Studenten bereits bei den Entwürfen und ersten Möbelstücken mitgeholfen haben, waren nun Studenten aus den Bereichen Medien und Kunstgeschichte vor Ort, die den Kindern das Fotografieren auf der neu angelegten Wildblumenwiese beibrachten.

Seit Mai dieses Jahres gibt es einmal im Monat auf dem Plateau ein gemütliches Beisammensein mit Kaffee und Kuchen. Im Oktober folgt der zweite Wittenberger Apfelmarkt. Bis dann schließlich im Frühjahr der Bau der Wände beginnt, die in einer uralten Lehmtechnik gebaut werden. Angefangen wird damit erst im nächsten Jahr, weil „die Wellerlehm-Technik sehr lange braucht. „Dafür werden dann aber wieder alle Hände von Anwohnern, Kindern, Studenten und Experten benötigt – so wie immer“, erklärt Reeh lachend.