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Müll und Laub an Fahrradständer in Düsseldorf-Friedrichstadt: Schmutz sammelt sich an Schienen

Bäume in Düsseldorf : Wenn der Fahrradständer zur Müllhalde wird

Als nach Orkan Ela der stattliche Baum gefällt werden musste, stellte die Stadt einen Fahrradständer an die Luisenstraße. Damit ist Anwohnerin Marlene Bauer aber nicht glücklich, weil sich dort immer Laub und Müll sammeln.

Viele Jahre stand ein stattlicher Baum vor Marlene Bauers Haustür. Hoch gewachsen, im Sommer immer grün. Wenn sie aus dem Fenster schaute, war Bauer glücklich. Dann kam Orkan Ela, der den Baum so stark beschädigte, dass er schließlich gefällt werden musste. Statt eines neuen Baums bekamen die Anwohner der Luisenstraße einen Fahrradständer, „plötzlich verliefen hier irgendwelche Rohre, die eine Nachpflanzung unmöglich machten“, erzählt Bauer, die sich nur noch wundern konnte, weil 30 Jahre lang ein großer Baum dort stand. „Da gab es keine Probleme mit den Rohren.

Jedenfalls war Bauer so gar nicht glücklich mit dem Radständer, „an dem sich immer wieder Laub und Müll sammeln“. Durch die beiden Schienen, die auf dem Boden verschraubt und auf denen die Bügel befestigt sind, blieben Blätter, Papier und allerlei Unrat darin hängen. „Die Straße runter steht ein besserer Fahrradständer mit einzelnen Bügeln, ohne Schienen“, sagt Marlene Bauer, die es leid ist, täglich in einen Müllhaufen zu treten, wenn sie das Haus verlässt. Und nicht nur der Radständer ist Marlene Bauer ein Dorn im Auge, „es ist allgemein sehr schmutzig geworden hier auf der Luisenstraße“. Die Kneipenbesucher von nebenan würden ständig ihre brennenden Kippen durch ein Gitter in den Kellerschacht werfen, „dann qualmt und stinkt es hier entsetzlich“, sagt Bauer. Außerdem sei es durch das Lokal immer wieder sehr laut auf der Straße – auch nachts. Manchmal vermietet Marlene Bauer ein Appartement an Messegäste, „einer hat sich schon beschwert, weil es so laut hier ist“.

Die Gaststätte an der Luisenstraße wird seit  Mai 2019 betrieben, sagt ein Sprecher der Stadt. Seither sei beim Ordnungsamt lediglich eine telefonische Lärmbeschwerde eingegangen und zwar am 24. September 2019. „Ob die Beschwerde berechtigt war, konnte vor Ort nicht festgestellt werden“, sagt der Sprecher, der zumindest beim Thema Baum eine gute Nachricht hat: An dem Standort sei zuerst aufgrund im Boden befindlicher Leitungen eine Nachfplanzung abgelehnt worden. „Nach einer erneuten Prüfung durch das Gartenamt konnte eine Lösung gefunden werden, an der Stelle doch einen Baum zu pflanzen“, sagt der Sprecher. Das Amt für Verkehrsmanagement hat den Fahrradständer bereits versetzt. Dass die auf dem Gehweg aufliegenden Flacheisen, die etwa einen Zentimeter hoch seien, Laub und Schmutz sammeln, das sieht das Amt für Verkehrsmanagement nicht so. Die Reinigung rund um die Fahrradständer werde vielmehr durch dort abgestellte Fahrräder erschwert, da diese eine effektive Reinigung behindern würden, so der Sprecher.