Düsseldorf: Große Mehrheit für Bau von Motel One

Baupläne in Düsseldorf : Große Mehrheit für Bau von Motel One

261 Zimmer soll das Hotel an der Friedrichstraße haben. Geplant sind auch 52 Fahrradstellplätze. Die Politik wünscht sich Dachbegrünung und eine Fotovoltaikanlage.

Auch wenn die Bezirksvertretung 3 nur eine Empfehlung aussprechen durfte, waren sich die Mitglieder des Gremiums weitestgehend einig darüber, „dass alles besser ist, als das schwarze Loch“, wie Dietmar Wolf von den Grünen zusammenfasste. Für den Bau eines Hotels mit 261 Zimmern an der Friedrichstraße 24 bis 26 hat die Kette Motel One jetzt grünes Licht bekommen vom Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung, der vorab noch einige Wünsche der Bezirksvertretung einarbeitete. Zum Beispiel gab es die Anregung, das Dach des Hotels extensiv zu begrünen, „dazu eine Fotovoltaikanlage zu installieren“, sagt Wolf. Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung hatte zudem die Idee, dass die Verwaltung über Wohnbebauung entlang der Talstraße nachdenken könnte.

522 Betten sollen im Hotel Garni der Kette Motel One stehen, die derzeitige Bebauung wird fast vollständig abgerissen. Lediglich das Unter- und Erdgeschoss des Hauses mit der Nummer 26 sollen bleiben. Der Neubau wird aus einem siebengeschossigen Haus an der Friedrichstraße bestehen und einem dreigeschossigen Komplex im Innenhof. Das Gebäude an der parallel verlaufenden Talstraße hat sechs Geschosse und soll über das Erdgeschoss eine barrierefreie Anbindung an den Innenhof-Komplex bekommen. Über die Talstraße soll auch die Tiefgarage im Untergeschoss erschlossen werden, in der es 31 Stellplätze gibt. Für das Bauvorhaben sind eigentlich 74 Plätze erforderlich, 43 müssen aus Mangel an ausreichendem Raum abgelöst werden. Der Investor und die Verwaltung gehen aber davon aus, dass die meisten Gäste mit Bahn, Bus oder Taxi anreisen. Zudem gebe es in der Nachbarschaft ausreichend Parkhäuser. Eingeplant sind 52 Fahrradstellplätze.

„Wir sind froh, dass dort jetzt etwas passiert“, sagt Bezirksbürgermeister Marko Siegesmund (SPD), der Leerstand hatte Auswirkungen auf das gesamte Viertel. Am 31. März 2016 schloss die einst größte Buchhandlung Deutschlands, die 1927 an der Friedrichstraße eröffnete – mit einer Verkaufsfläche von mehr als 5000 Quadratmetern. Neben den vielen Baustellen entlang der Friedrichstraße war es auch der Weggang der Buchhandlung, die der Straße zwischen Bilker S-Bahnhof und Graf-Adolf-Platz zusetzte.

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