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Düsseldorf: Gericht kann Unfallhergang nicht klären

Düsseldorfer Richter stellen Verfahren ein : Unfallhergang auf der Hüttenstraße bleibt ungeklärt

Hat ein Autofahrer rücksichtslos in der Innenstadt überholen wollen oder musste er einem Hindernis ausweichen? Weil das nicht zu klären war, wurde ein Strafverfahren gegen einen 26-Jährigen eingestellt.

Nach einem schweren Verkehrsunfall an der Hüttenstraße kam ein Autofahrer (26) am Freitag beim Amtsgericht ohne Schuldspruch davon, muss allerdings als Buße 400 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

Am Steuer eines gemieteten Sport-Cabrios war er abends im August 2021 laut Anklage zum rücksichtslosen Überholen von zwei Autoschlangen mit hohem Tempo in den Gegenverkehr ausgeschert. Dabei habe er zu spät gemerkt, dass die Autos direkt vor ihm deswegen angehalten hatten, weil ein anderer Autofahrer gerade nach links in eine Parklücke abbiegen wollte.

Im Ergebnis rammte der 26-Jährige nicht nur das Abbiegerauto, sondern beschädigte durch die Wucht des Aufpralls auch noch zwei geparkte Fahrzeuge, ein abgestelltes Fahrrad und ein Straßenschild. Der Sachschaden wird jetzt mit rund 25.000 Euro angegeben.

Der 26-Jährige hoffte aber auf einen Freispruch. Er habe sich korrekt verhalten. Als direkt vor ihm ein Auto ohne Blinker auf die linke Spur gewechselt habe, sei er notgedrungen in den Gegenverkehr ausgewichen, habe dann das plötzlich quer stehende Abbiegerauto zu spät bemerkt. Da diese Version nicht zu widerlegen war, wurde das Strafverfahren gegen ihn unter der erwähnten Geldauflage eingestellt.