Düsseldorf: Einsturzgefahr auf Großbaustelle an der Friedrichstraße - Feuerwehr im Großeinsatz

Feuerwehr-Großeinsatz in Düsseldorf : Ehemalige Girozentrale an der Friedrichstraße einsturzgefährdet

Die Friedrichstraße ist zwischen Kirchplatz und Bilker Allee aktuell gesperrt. Dort bestehe die Gefahr, dass Gebäudeteile der ehemaligen Girozentrale auf die Straße stürzen, teilte die Feuerwehr mit.

Die Einsatzkräfte sind am Dienstagabend mit einem Großaufgebot an der Ecke Kirchfeldstraße/Friedrichstraße im Einsatz. Fußgänger wurden angewiesen, den Bereich zu verlassen, Anwohner sollen sicherheitshalber in ihren Häusern bleiben. Alarmiert worden war die Feuerwehr gegen 17.45 Uhr. Man habe sie informiert, dass Gebäudeteile auf die Fahrbahn stürzen könnten. Eine akute Gefahr bestehe jedoch nicht.

Die Friedrichstraße ist in dem Bereich voll gesperrt, es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen rund um den Kirchplatz. Die Buslinien 835, 836, 732 und 736 werden umgeleitet.

Ehemaliges Girogebäude ist vermutlich einsturzgefährdet

Das ehemalige Bankgebäude soll zum Büro- und Geschäftshaus umgebaut werden und ist bereits weitgehend entkernt. Möglicherweise seien heute Abrissarbeiten nicht sachgemäß durchgeführt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. „Die Statik ist bis in die siebte Etage hinauf unklar.“

Die städtische Bauaufsicht und Baustatiker sind im Einsatz. Derzeit werde die Statik des Gebäudes neu berechnet, um herauszufinden, inwieweit das Gebäude noch standsicher sei, teilte die Feuerwehr mit. „Diese Berechnungen nehmen noch einige Zeit in Anspruch.“ Währenddessen werde die weiträumige Absperrung der Kirchfeldstraße und der Friedrichstraße auf jeden Fall bestehen bleiben.

Evakuierung mehrere Geschäfte stand im Raum

Kunden aus den umliegenden Geschäften wurde empfohlen, in den jeweiligen Läden zu bleiben. Die Gäste des unmittelbar gegenüberliegenden Derag Living Hotels durften das Haus nur in Richtung Elisabethstraße verlassen. In der Taverne Pegasos am anderen Ende des Kirchplatzes „wurden wir vorgewarnt, dass wir vielleicht evakuiert werden könnten“, sagte eine Mitarbeiterin.

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(sg)
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