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Der Mintropplatz Düsseldorf soll ein Ort zum Wohlfühlen werden

Stadtgestaltung : Der Mintropplatz soll ein Ort zum Wohlfühlen werden

Anwohner, Passanten und Obdachlose haben viele Ideen zur Verbesserung des Platzes. Die Vorschläge sind an die Politik weiter gegeben worden.

(tino) In dem Gebiet um den Mintropplatz wird es für Wohnungslose immer enger. Hotel-Neubauten und weitere Bauplanungen bergen die Gefahr der Verdrängung der bisherigen Platznutzer. Das jedenfalls ist die Ansicht von Anna Ziener (Leben und Arbeit) und Anja Vormann (Hochschule Düsseldorf). „Wir versuchen, die Interessen der Anlieger und die der Nutzer zusammenzubringen. Es darf nicht von oben herab entschieden werden, was mit dem Mintropplatz passiert“, meint Ziener.

Ziener und Vormann haben den Sommer über das Projekt „Wir bleiben hier – Jeder braucht einen Platz“ organisiert. Es sollte ein Zeichen gesetzt werden gegen Verdrängung und für mehr Bürgerbeteiligung. Bei Stadtteil-Rundgängen wurden die Gespräche aufgezeichnet und ausgewertet. Die Nutzer des Mintropplatzes wie Obdachlose, Reisende, Straßenbahn- und Bus-Fahrgäste sowie alle interessierten Bürger konnten ihre Meinung äußern und Anregungen geben. Die Ergebnisse dieser „nicht repräsentativen Meinungsumfrage“ stehen derweil fest und wurden auf Postern, Transparenten, Fahnen und per Video-Screens auf dem Mintropplatz vorgestellt. „Jeder kennt den Platz auf seine Art und hat eigene Gedanken“, erläutert Vormann. „Wir wollen keine Abgrenzung, sondern Dialoge vermitteln.“

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So haben auch Obdachlose eine Stimme bekommen, die jetzt durch die Vorstellung der Projektergebnisse hörbar wurde. Viele Ideen für die gemeinsame Entwicklung des Mintropplatz wurden geboren. So können sich Platzbesucher einen gemeinsamen Gartenbereich vorstellen, kulturelle Veranstaltungen sollten stattfinden, die Müllcontainer sollten verschwinden, der Boden farblich gestaltet werden, es fehlen Toiletten und oft wurde der Wunsch nach freiem W-Lan geäußert. Es soll ein Wohlfühlort werden, an dem es zum Austausch, zu Dialogen und Kommunikation kommt. „Es gibt Kleinigkeiten, die eine große Wirkung haben“, sagt Ziener. „Es stand schon mal ein Obstwagen hier, da haben sich Wartende, egal welcher sozialen Verortung, ganz zwanglos gemischt und sind ins Gespräch gekommen.“ Was jetzt genau mit dem Mintropplatz passiert, ist ungewiss. „Wir haben ein Zeichen gesetzt, dass wir noch da sind“, so Ziener. „Die Lokal- und die Bezirkspolitik weiß schon Bescheid, aber wir werden durch verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten der Ergebnisse die Ideen an die Öffentlichkeit und weiter in die Politik hineintragen.“