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LED-Leuchten oder Gaslaternen Düsseldorfer stimmen über Straßenlicht ab

Friedrichstadt · An der Jahnstraße in Friedrichstadt stehen moderne Leuchtstelen auf Betonpfosten. Die Bürger sollen nun sagen, ob sie die Gasleuchten zurückwollen.

 Die Jahnstraße wird zurzeit hauptsächlich von auf Beton stehenden Lichstelen erhellt statt wie früher durch Gaslaternen. Noch in 2022 soll entschieden werden, wie es weitergeht.

Die Jahnstraße wird zurzeit hauptsächlich von auf Beton stehenden Lichstelen erhellt statt wie früher durch Gaslaternen. Noch in 2022 soll entschieden werden, wie es weitergeht.

Foto: Bretz, Andreas (abr)

Vor etwa sechs Jahren wurden an der Jahnstraße zwischen Bilker Allee im Süden und Herzogstraße im Norden historische Gaslaternen entfernt. Und zwar wegen des „altersbedingten Zustands und aus Sicherheitsgründen“, wie ein Sprecher der Stadt mitteile, aber sehr zum Ärger von Lutz Cleffmann von der Initiative Düsseldorfer Gaslicht. „Die Gaslaternen an der Jahnstraße stünden heute unter Denkmalschutz, hätte es sie bei der Begehung durch die Verantwortlichen noch gegeben“, sagt er. Die Stadtverwaltung hat die Gaslaternen durch hohe Elektroleuchten ersetzt. Statt sie aber final im Asphalt zu verankern, stehen diese E-Leuchten noch immer auf Betonfüßen – seit bald sechs Jahren. Schön ist anders, findet Cleffmann, der von Anwohnern zudem gehört hat, die neuen und offenbar provisorischen Stelen würden wegen ihrer Höhe bis in die Wohnungen strahlen.

Cleffmann möchte wissen, wann die Beleuchtung der Jahnstraße endlich fertig gebaut ist. Gern hätte er das klassische Gaslicht behalten, aber: „Wir werden uns nach den Wünschen der Anwohner richten“, sagt er und hat eine Umfrage organisiert. Die Anwohner können und sollen mitteilen, wie sie ihre Straße zukünftig erhellt haben möchten.

Denn Lutz Cleffmann betont, dass es durchaus möglich sei, die neuen Lichtstelen wieder gegen Gaslaternen zu tauschen. „Es gibt ja noch aufbereitete Gaslaternen, sie sehen aus wie jene, die noch stehen.“ Dieser Ansicht widerspricht ein Sprecher der Stadt. Die einzelnen Bausteine der bereits abgebauten Gaslaternen würden als Ersatzteile für die noch stehenden Laternen benötigt. Auf jeden Fall müsse an der Jahnstraße etwas getan werden, sagt Cleffmann. „Der jetzige Zustand an der Jahnstraße geht ja gar nicht.“

Die Gaslaternen haben in der Stadt viele Befürworter, sind jedoch auch umstritten, weil ihr schummriges Licht nicht so stark ist wie jenes der Lichtstelen, die laut Stadt für mehr Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden bieten. Zurzeit stehen an Düsseldorfs Straßen und Plätzen noch 13.800 Gaslaternen, im Jahr 2020 wurden sie vom Institut für Denkmalpflege unter Schutz gestellt. Ihre Standorte werden zurzeit begutachtet. Ein Gremium (der „Kleine Kreis Gasbeleuchtung“) und Vertreter der Bezirksvertretung 3 (zuständig für Friedrichstadt sowie für Oberbilk, Unterbilk, Bilk, Hafen, Hamm, Flehe und Volmerswerth) planen, dauerhaft 10.000 Gaslaternen zu halten, 3800 Leuchten werden folglich abgebaut und durch moderne Leuchten ersetzt. „Die Jahnstraße wurde wegen der zeitlich schon lange andauernden Provisorien vorgezogen“, heißt es vonseiten der Stadt. Noch in 2022 sollen die 16 Stromleuchten mit ihren Betonfüßen sowie die noch bestehenden acht Gaslaternen gegen eine dauerhafte moderne Straßenbeleuchtung mit Strom getauscht werden.

Lutz Cleffmann räumt ein, dass auch eine moderne LED-Beleuchtung ihre Vorteile hat, aber dass es auch um die Meinung der Anwohner gehen muss – daher die zurzeit stattfindende Umfrage, für die Cleffmann und die Mitglieder der „Initiative Düsseldorfer Gaslicht” 800 Postkarten produziert und an die Bewohner der Jahnstraße verteilen lassen haben. Jeder Bürger und jede Bürgerin kann eine für ihn passende Aussage ankreuzen. Zur Wahl stehen „Die Gaslaternen sollen wieder aufgestellt werden“, „Ich hätte gerne eine moderne helle LED-Beleuchtung“ und die „Die Art der Beleuchtung ist mir egal, Hauptsache die Betonfüße verschwinden endlich“.

Sollten sich die Anwohner für die Lichtstelen entscheiden, würde Cleffmann dies im Moratorium „Kleiner Kreis Gasbeleuchtung“ mit einbringen. „Wir wollen sicher sein, was die Anwohner wirklich wollen. Wenn die Bürger einen Wiederaufbau der Gaslaternen nicht befürworten, würde die Aktion keinen Sinn machen“, sagt er.

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