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Düsseldorf: Anwohner kritisieren Tita Gieses neue Pflanzenkunst

Düsseldorf : Anwohner kritisieren Tita Gieses neue Pflanzenkunst

Die Neugestaltung des Ernst-Reuter-Platzes sorgt für Verärgerung. Anwohner beklagen, über die Pläne nicht informiert worden zu sein und fühlen sich benachteiligt.

An der Adersstraße ist man auf Künstlerin Tita Giese, die schon den Stresemannplatz mit Yukkas in Autoreifen gestaltete, zurzeit nicht gut zu sprechen. Hakki Calli und seine Frau Claudy Massop, Inhaber des Restaurants "Pssst Bandido", sagen, dass Gieses neues Pflanzenkunstprojekt ihr Geschäft schädige: Von der Kreuzung aus sei ihr Geschäft jetzt nicht mehr zu sehen, weniger Kunden die Folge.

Düsseldorf: Anwohner kritisieren Tita Gieses neue Pflanzenkunst
Foto: In den Bäumen sollen verschiedene Clematis-Sorten blühen. Animation: Giese

Das gleiche Problem habe auch Andreas Weigelt vom "Ticketshop Kautz" nebenan. Helga Pietsch, die seit 44 Jahren in dem Gebäude, in dem auch das mexikanische Restaurant untergebracht ist, lebt, beklagt, dass die Lärmbelästigung zunehme und die Luftqualität sich verschlechtere, seitdem mehrere Bäume für Gieses Projekt weichen mussten. Manfred Goldermann, dem das Gebäude nebenan gehört, sagt, dass sich eine Mieterin darüber beklagte, dass die vier Meter hohen Bambuspflanzen ihre am Fenster angebrachte Geschäftsreklame verdecken würden.

Die Neugestaltung des Ernst-Reuter-Platzes sorgt bei Anwohnern für Verärgerung. "Wir wurden nicht mal über die Arbeiten informiert, obwohl wir betroffen sind", sagt Calli. Tita Giese kann die Kritik nicht nachvollziehen: "Das Projekt ist seit 1,5 Jahren mehrmals in den Medien gezeigt worden und wurde in der Bezirksvertretung mit großer Mehrheit der Parteien bei gefülltem Saal begeistert aufgenommen und beschlossen."

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Dass die Bambuspflanzen Geschäfte verdecken würden, stimme nicht, denn sie seien transparent und ausgelichtet. BV 3-Vorsteher Walter Schmidt ist über die Kritik der Anwohner verwundert: Das Projekt sei in einer öffentlichen Sitzung vorgestellt worden. Um eine Lösung zu finden, könnten sich Anwohner aber an die Bezirksverwaltung wenden: "Wir machen dann einen Vorort-Termin."

(RP)