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Heerdt: Freizeitpark bleibt wie gewohnt geöffnet

Heerdt : Freizeitpark bleibt wie gewohnt geöffnet

Eltern und ihre politischen Vertreter sowie der Bürgerverein Heerdt sorgten sich um die Betreuung auf dem großen Spielplatz an der Heerdter Landstraße. Die Politik versichert, dass der Spielbetrieb in vollem Umfang gewährleistet ist.

Der Freizeitpark Heerdt und der Abenteuerspielplatz in Niederkassel sind die beiden attraktiven Freizeitangebote im linksrheinischen Düsseldorf. In beiden Einrichtungen befürchten die Eltern Personal-Engpässe und somit Einschränkungen der Öffnungszeiten. Während sich Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) nun eingeschaltet hat und versichert, dass die hauptamtliche Stelle auf dem Abenteuerspielplatz zügig besetzt wird, beruhigt Bezirksvorsteher Rolf Tups (CDU) die Eltern: "Auf beiden Spielplätzen wird der Betrieb in gewohnter Form gesichert."

Die Grünen hatten während der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung eine Anfrage dazu gestellt mit dem Ziel, keine Stellenstreichung beim Aufsichtspersonal des Freizeitparks vorzunehmen und auch die Grillplätze zu erhalten. Eine Antwort bekamen sie nicht, was Tups mit den Worten: "Wir sind schneller als die Verwaltung" kommentierte. Bezirksverwaltungschefin Iris Caren Bürger: "Eine Antwort kommt zur nächsten Sitzung (24. April)".

Die Debatte ausgelöst hatte der Protest von Müttern, die beklagten, dass das Aufsichtspersonal im Winter stark reduziert wird, die Toiletten des Freizeitparks von November bis März geschlossen seien. "Den ganzen Sommer über wird der Freizeitpark von mehreren Betreuern gehegt und gepflegt. Erwachsene dürfen nicht einmal ihr Fahrrad durchschieben, so streng geht es dort zu. Aber leider nur bis Oktober, dann wird das Areal vernachlässigt", sagt Kathy Gehrmann und fügt einen weiteren Kritikpunkt hinzu: "Immer wieder randalieren dort Jugendliche, alles ist voller Glas, Kippen, wohin das Auge reicht. Es kann doch nicht sein, dass der Freizeitpark im Sommer gepflegt wird und im Winter verkommt dort alles." Thomas Eberhard-Köster vom zuständigen Gartenamt gibt zu, dass es im Winter einen Engpass gegeben habe, weil ein Mitarbeiter ausgeschieden sei. Doch seien morgens die Toiletten des Freizeitparks von einem Mitarbeiter geöffnet und abends wieder geschlossen worden. "Wir kontrollieren regelmäßig den Platz und entfernen Glas und Unrat." Ab April seien wieder vier Betreuer am Ort, zwei davon sind feste Angestellte, die anderen beiden Saisonkräfte.

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Wie wichtig Aufsichtspersonen sind, zeigt sich auch daran, dass in der Winterzeit in den Pavillon eingebrochen wurde, was an den Türen abzulesen war. "Weniger, um zu stehlen", wie ein Mitarbeiter weiß. "Vielmehr geht es um Vandalismus, wie er überall vorkommt, wenn Jugendliche Party machen."

Der Heerdter Freizeitpark ist nicht nur für Heerdt, sondern das gesamte Linksrheinische und darüber hinaus eine wichtige Anlaufstelle. Er bietet Kindern viel Abwechslung und lädt mit seinen weitläufigen Wiesen zum Picknick ein. Tennisspielen und Minigolf gehören ebenfalls dazu. Entstanden ist er Anfang der 1970er Jahre, nach dem in der Nachbarschaft ein Neubaugebiet fertiggestellt worden war. "Wir hatten keinen Spielplatz, aber ein Baggerloch vor der Tür, das mit Bauschutt verfüllt worden war", erinnert sich Klaus Spitzer, Mitbegründer der Spielplatzinitiative. Auf Nachbarschaftsfesten kristallisierte sich eine Gruppe von 25 Leuten heraus, die daran etwas ändern wollten. So sei man 1973 auf die Idee gekommen, einen Teil der Schuttfläche von der Stadt zu pachten und darauf einen ganz besonderen Kinderspielplatz zu bauen. Fern der langweiligen Standardmodelle mit Schaukel, Wippe, Rutsche und einem mickrigen Sandkasten entwickelte die Nachbarschaftsinitiative einen Spielplatz, der 1981 in den städtischen Freizeitpark integriert wurde.

(RP)