Flingern: Yellowstone-Indianer wehren sich gegen Vorwürfe

Flingern: Yellowstone-Indianer wehren sich gegen Vorwürfe

Der Verein hat seinen Platz auf dem ESV-Gelände geräumt. Nun gibt es Streit darum, wie das Ganze ablief.

Der aufgelöste Verein Yellowstone-Indianer hat Vorwürfen widersprochen, man habe beim Räumen des Geländes am Flinger Broich ein regelrechtes Schlachtfeld hinterlassen. In Wirklichkeit sei der Auszug anders verlaufen, sagte der bisherige Vorsitzende Heinrich Oehm, der seinen Ruf durch die Vorwürfe gefährdet sieht. So habe er durchaus vorgehabt, den von seinem Verein genutzten Platz auf dem Sportgelände des ESV Blau-Weiss ordentlich zu hinterlassen - und zudem auch seinen restlichen Besitz abzuholen. Drohungen hätten ihn aber daran gehindert.

Nach jahrelangem Streit zwischen dem Sportverein als Vermieter und den Indianern hatte sich der Sportverein mit einer Räumungsklage durchgesetzt. In der vergangenen Woche hatte der ESV Oehm dann vorgeworfen, er habe das ehemalige Fort der Indianer plattgewalzt, einige Dinge abtransportiert und sei verschwunden. Einige Dinge habe er zerstört stehenlassen.

Oehm fühlt sich durch diese Darstellung in ein falsches Licht gerückt. Nach seinen Worten war er am Montag dabei, eine Fuhre mit Mobiliar abzutransportieren, als er einen Anruf erhalten habe. Dessen Inhalt: Er solle besser nicht aufs Gelände zurückkehren, weil Geschäftsführer Fred Kurasch auf ihn schimpfe, auch Drohungen ausgestoßen habe. "Ich wollte eigentlich am nächsten Tag wieder hin, aber das habe ich gelassen und einen Anwalt kontaktiert", sagt Oehm. Er betonte auch, er habe selbstverständlich nicht eigenen Besitz zerstört. "Viele Sachen habe ich angeschafft und hätte sie auch noch brauchen können." Als er das Gelände verlassen habe, seien diese intakt gewesen. Das Holz, aus dem das Fort bestanden habe, habe er ebenfalls noch abtransportieren wollen.

Geschäftsführer Kurasch erklärte auf Anfrage, dass es solche Drohungen gegen Oehm nicht gegeben habe. Er sei auch bereit, dem Yellowstone-Vorsitzenden noch eine weitere Frist einzuräumen, um seine Sachen abzuholen, betonte er: "Das kostet ja viel Geld, wenn wir das nun machen müssen."

(RP)