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Flingern: Wenig Hoffnung für die Wetterstraße

Flingern : Wenig Hoffnung für die Wetterstraße

Die Verschönerung des Platzes vor der Unterführung ist verschwunden. Viele Probleme gibt es dort.

Er ist Teil der Verbindung zwischen Nord und Süd, Fahrradfahrer nutzen ihn ebenso wie Fußgänger - der Platz samt Unterführung an der Wetterstraße in Flingern. Dass viele im Bezirk nicht zufrieden sind, zeigte sich schon vor Jahren. Studenten hatten 2012 eine zweidimensionale Spielfläche auf dem Asphalt aufgemalt, dafür auch finanzielle Unterstützung von der Bezirksvertretung 2 (Düsseltal und Flingern) bekommen - 11.300 Euro stellten sie damals aus bezirksbezogenen Haushaltsmitteln dafür bereit. Offenbar wird der Platz aber nur vom Durchgangsverkehr genutzt, er ist kein Ort, wo sich die Menschen aufhalten. Die Spielfläche ist längst nicht mehr sichtbar, "das Projekt wohl eingeschlafen", sagt Gerhard Aschendorf, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle 2. Zu viele Angebote seien in der Umgebung entstanden, wie zum Beispiel an der Icklack.

Trotzdem werden immer wieder Stimmen laut, die gerne eine öffentliche Toilette dort sehen würden. 2015 hatten die Grünen einen Antrag dazu gestellt - die Bürgerinitiative in Flingern-Süd, die es inzwischen nicht mehr gibt, hatte vor drei Jahren darauf verwiesen, dass die Zugänge der Unterführung (sowohl von der Birken- als auch von der Gerresheimer Straße) häufig zur Verrichtung der Notdurft genutzt würden. Aufgestellt wurde ein solches Häuschen nie, "aus ästhetischen Gründen fände ich das auch ziemlich schrecklich", sagt Anne Menges von der SPD. Grundsätzlich ist ihrer Meinung aber wichtig, weiter im nahen Umfeld nach einer öffentlichen Toilette zu suchen, die gratis benutzt werden darf, "da es viele Menschen dort gibt, die jeden Cent umdrehen müssen, bevor sie ihn ausgeben". Wegen einer "netten Toilette" hatte sich Menges bereits erkundigt, ein Gespräch mit dem Büdcheninhaber gleich nebenan gehabt. Ein Angebot hätte dieser gemacht, die Voraussetzungen, die die Stadt für eine Förderung vorsieht, seien aber nicht erfüllt worden. Vielleicht ist das Café bei der Diakonie noch eine Möglichkeit, in der Bezirksverwaltungsstelle will man sich umhören.

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Ein weiteres großes Thema rund um den Platz sind die Fahrradfahrer, die wie die Fußgänger die Unterführung als Durchgang von Nord nach Süd oder umgekehrt nutzen. Eine Durchfahrt allerdings ist nicht erlaubt, was Anne Menges bedauert. Sie würde sich eine Fahrradspur wünschen, wie es sie auch auf der Straße gibt. "Wie die Autofahrer sollten auch Fußgänger lernen können, ihre Spur einzuhalten", sagt Menges. Allerdings stehe die Treppe einer Fahrradspur im Wege. "Sie ist unsinnig, weil eine Treppe ja nicht barrierefrei ist", findet die Stadtteilpolitikerin. Und die Höhe der Unterführung soll bei einer Prüfung im Weg gestanden haben, fügt Aschendorf an. Mit einer eigenen Spur würde Radfahrern, die morgens zur Arbeit oder abends nach Hause fahren, eine legale und zügige Durchfahrt ermöglicht. Selbst die Absperrung könnte bleiben, sie müsste in Menges Augen nur ein bisschen großzügiger gesetzt werden. "So könnte man die Radfahrer auch weiter zur Geschwindigkeitsbegrenzung zwingen, ohne ihnen gleich die Durchfahrt zu verbieten und dann auch noch Knöllchen zu verteilen."

Anne Menges verweist auf den Bürgersteig an der Moorenstraße, dort gebe es einen Fahrradweg auf einem engen Bürgersteig, der in beide Richtungen befahren werden dürfe. "Das scheint doch auch zu gehen, obwohl die Uniklinik von dort angefahren wird", sagt die Politikerin.

(RP)