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Umweltschutz in Düsseldorf-Flingern: Kinder sammeln Müll und machen Mahnmal drauf

Umwelt in Düsseldorf : Müll aus dem Stadtwerkepark wird zum Mahnmal

Beim Ferienprogramm „Project Plastic People“ haben Kinder aus Büschen und Sträuchern Palstikverpackungen gesammelt und daraus Figuren gebastelt. Spontan haben sie auch noch eine Demo organisiert.

Michelle ist nicht überrascht, aber trotzdem entsetzt: „Es war schon eine Menge Plastikmüll, den wir gesammelt haben“, sagt die Neunjährige. Sie hat beim Ferienprogramm des Kinderspielhauses Flingern am „Project Plastic People“ teilgenommen und gemeinsam mit anderen Kinder an den stillgelegten Gleisen und in Parks Plastikverpackungen gesammelt. Daraus haben die Kinder Kunstwerke hergestellt, die am Sichtschutz des Stadtwerkeparks an der Kettwiger Straße als Mahnmal aufgestellt worden sind und noch bis zum 5. August auf das weltweite Problem des Plastikmülls hinweisen.

Das „Project Plastic People“ ist eine Kooperation des Kinderspielhauses, Künstler Dirk Krüll und der Landesarbeitsgemeinschaft Kunst und Medien NRW. Die Idee hatte Krüll, „wir sind bemüht, Nachhaltigkeit zu leben“, ergänzt Kinderspielhaus-Leiterin Nadine Golumbek. „Wir hatten bereits mehrere Projekte, in denen es darum ging, achtsam mit der Umwelt umzugehen.“ Dass das aber noch lange nicht alle Leute machen, beweist der Sammelerfolg der Kinder. Bei nur zwei Sammelaktionen kam so viel Unrat zusammen, dass mehrere bis zu zwei Meter große Müllfiguren daraus gestaltet werden konnten.

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So hängen jetzt also Figuren in Form eines Radschlägers, Schneemanns oder Aliens vor der Stadtwerke-Zentrale. „Die Kinder konnten sich aussuchen, welche Körperform ihre Werke bekommen“, sagt Krüll. „Die haben wir dann aus einer Holzplatte ausgesägt und anschließend mit den vorher gesäuberten Plastikverpackungen beklebt.“ Jetzt bilden Jogurt-Becher, Wasch- und Reinigungsmittelflaschen, Getränke- und Fertiggerichtsverpackungen ein Mahnmal.

Michelle hat gemeinsam mit Maria Plastikmüll zu einer Figur in Yoga-Pose geformt. „Wir wollten etwas anderes machen als die anderen. Da sind wir auf diese Figur gekommen“, erläutert Michelle. „Wir achten auch zu Hause darauf, so wenig Plastikverpackungen zu kaufen wie es geht. Und wenn man es nicht vermeiden kann, muss das Plastik recyclingfähig sein“, erläutert Michelle. „Und ich werfe selber auch das kleinste Bonbonpapier in einen Mülleimer oder nehme es mit nach Hause. So viel kann jeder tun“, findet die Neunjährige. Dann schließt sie sich der kleinen Spontandemonstration gegen den Plastikmüll an, die die Kinder mit ihren selbstgemachten Transparenten rund um ihr Mahnmal veranstaltet haben.