Rock am Kraftwerk 2019 in Düsseldorf-Flingern: Gäste feiern Sieg von Fortuna Düsseldorf

Rockfestival : Rock am Kraftwerk feiert Fortunasieg

Bei der elften Auflage des Festivals gaben sechs Bands ihr Bestes – auch für den guten Zweck.

Bei „Rock am Kraftwerk“ musste kein Musikfan auf die wichtigen Nachrichten aus dem Sport verzichten. „Wer es noch nicht wusste, soeben hat die Fortuna drei Punkte in Berlin geholt“, jubelte Mike Gromberg, Frontmann von Reverend Gromberg & The Blues Betty‘s, ins Mikrofon. Um die Kicker und deren inzwischen sicheren Verbleib in der obersten bundesdeutschen Fußball-Spielklasse zu feiern, stimmte Gromberg spontan die Hymne „95 olé“ an. So wurde das von Gerald Rademacher hausgemachte Rock-Festival im Clubheim des St. Rochus-St. Sebastianus Schützenvereins im Schatten des Kraftwerks noch mehr zur Flingeraner Angelegenheit, denn die Fortuna-Zentrale am Flinger Broich ist wirklich nur einen Steinwurf entfernt.

„Gerald reißt sich für Rock am Kraftwerk den Hintern auf“, meint Mike Gromberg. „Hier ist alles sehr menschlich, freundschaftlich, familiär. Rock am Kraftwerk ist für mich beispielhaft. Davon hätte ich in Düsseldorf gerne noch vier, fünf weitere Aktionen.“

Gromberg spielte E-Gitarre, sang dazu und trat zusammen mit Drummer Christian Baakes, also in kleiner Besetzung, auf. Und doch schaffte das Duo einen satten, voluminösen Rock- und Blues Klang. „Früher habe ich viel für ‚Trio‘ gemacht. Da habe ich viel abgeguckt, wie man mit minimalen Mitteln einen vollen Sound hinbekommt“, verrät Gromberg. „Trio“ war in den 1980er Jahren nur mit Gesang, Gitarre und einer Snare-Drum unterwegs.

Der „Reverend“ mit Schlagwerk-Begleitung war aber bei weitem nicht der einzige Act auf der kleinen Bühne. Eine einzelne Band macht ja auch noch kein Rock-Festival. Also lotste Rademacher auch „Bodenwelle“ (Rock-Classics und Pink Floyd-Cover), Flight to Abyss (Blues, Blues Rock, Classic Rock, Hard Rock), Hill (Indie-Rock), Rock Bottom (70‘s Hard Rock Tribute Band) und Sändäpause (Fun Punk Band) auf das Schützengelände. Dass Rademacher ein fürsorglicher Mensch ist, bewies er nicht nur dadurch, dass ein Euro je Eintrittskarte an die Aktion „Froschkönige gegen Kinderarmut“ geht, sondern es standen auch "Gehörschutzkapseln für den einmaligen Gebrauch" zur Verfügung. „Der Ablauf war super. Rock Bottom war etwas lauter“, gesteht Rademacher.

Er ist bereits dabei, das schon traditionelle Open-Air-Konzert (10. August) bei Rock am Kraftwerk zu planen. „Drei von sechs Bands habe ich bereits fest“, so der Rock-am-Kraftwerk-Macher. Fest zugesagt haben „Mixed up Everything (Hard Rock) aus Australien, Tight (Rock, Metal) aus Rommerskirchen und Ulysseus Grand aus Düsseldorf.

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