Flingern: Kunstraum plan.d. zieht positive Bilanz aus 2013

Flingern : Kunstraum plan.d. zieht positive Bilanz aus 2013

Die Produzentengalerie hat viele Ausstellungen verwirklicht und bereitet nun eine Aktion zum 15-jähriges Bestehen vor.

Die Betreiber der Galerie können für das endende Jahr 2013 eine beeindruckende Bilanz vorweisen. Sie präsentierten mehr als ein Dutzend Ausstellungen in den ebenerdigen Ausstellungsräumen sowie zwei zusätzliche Projekte im Untergeschoss. Künstler aus Korea, Japan, Israel, Schweden, Dänemark, England, den Niederlanden und aus Deutschland zeigten dabei ihre Malerei, Installationen, Foto-Kunst und Skulpturen. Das inzwischen 13-köpfige Galeristen-Team lud aber nicht nur international arbeitende Kollegen zu sich ein. Zunehmend arbeitet die Gruppe auch mit anderen Kunstprojekten und Ausstellungsräumen zusammen. So nahm plan.d. im Februar erstmals am "Düsseldorfer Photo-Weekend" teil, und im März präsentierten die Stipendiaten des Onomato-Künstlervereins ihre Abschlussarbeiten. Für eine Gänsehaut bei den Besuchern sorgte die Installation "Appel – Secret of Sweetness". "Die Künstlerin Kim Eun Mi aß dabei vor den Augen der Zuschauer einen mit Stecknadeln gespickten Apfel", sagt Andrea Isa vom plan.d.-Team.

Ähnlich abwechslungsreich soll es auch 2014 weitergehen. Für Juli planen die plan.d.-Künstler eine Reise nach Osaka. In der japanischen Millionenstadt werden sie ihre Ausstellung "Neueröffnung" vorstellen. Die Exponate von "Neueröffnung" waren im Dezember 2012 in der Galerie zu sehen. "Ein weiteres Highlight des kommenden Jahres wird im Oktober unser 15-jähriges Bestehen sein", sagt Andrea Isa. "Aus diesem Anlass werden wir einen Kunstpreis ausloben." Bereits im Jahr 2009 riefen die Organisatoren alle Kreativen auf, ihre Werke für einen Wettbewerb einzureichen und rief mit der Aktion viel Interesse bei Künstlern der Region hervor.

Die letzte Ausstellung in diesem Jahr heißt "Zwischenbilder". Drei Künstler nehmen an der Schau teil. Hildegard Weber zeigt eine Videoinstallation mit Fliegen und Goldfischen. Mit diesem Objekt namens "Fishes swim – Flies don't" sorgte die Kölnerin schon auf der Biennale in Venedig für Aufmerksamkeit. Der aus Kleve stammende Objektkünstler Dirk Knickhoff möchte mit seiner Installation "Chemogramm" verdeutlichen, dass Kriege und Terror die Menschen in die Isolation führen. Der dritte des Trios reiste für seine Bilderserie bis nach Sibirien und machte Fotos von der dort lebenden Mennoniten-Gemeinde, einer evangelische Freikirche. Die Ausstellung "Zwischenbilder" kann noch bis Sonntag, 22. Dezember, in der Galerie besichtigt werden. Die Öffnungszeiten sind samstags und sonntags, 15 bis 18 Uhr.

Nach einer kurzen Feiertagspause geht es am 4. Januar weiter. Unter dem Titel "Vorstellung" zeigen die Künstlerinnen Maria Lentzen und Inken Heske ihre neuen Zeichnungen, Aquarelle und Drucke.

Galerie plan.d., Dorotheenstraße 59

(lod)
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