Hans Walter Kivelitz stellt in Ars Vivendi in Flingern aus

Vernissage : Hans Walter Kivelitz stellt in Ars Vivendi aus

Der 92-jährige Künstler zeigt bis zum 1. November Malereien und Zeichnungen in der Treppenhausgalerie in Flingern.

Viele Besucher hatten sich zur Vernissage mit neuen Bildern von Hans Walter Kivelitz, der bereits zum vierten Mal bei Ars Vivendi an der Degerstraße ausstellt, in der Treppenhausgalerie eingefunden. Insgesamt 19 Arbeiten – in Öl, in Mischtechniken sowie als Graphit-Zeichnungen – präsentiert der 92-jährige Künstler dort.

Kivelitz, der 1927 in München geboren wurde und in Oberkassel lebt und arbeitet, hat an der Werkkunstschule in Köln und danach an der Kunstakademie Düsseldorf studiert. Dabei ist der Künstler seinen bevorzugten Themen wie Porträts, Menschengruppen, Landschaften, Blumen sowie geschlachteten Tieren und toten Fischen treu geblieben. Zuletzt hatte der Malkasten seinem Mitglied 2007 die Gelegenheit zu einer großen Ausstellung gegeben.

„Ich male aus der Laune heraus, fernab von Trends, von Kunst- und Galeriebetrieb sowie von Zwängen des Markts und empfand mein Kunstlehrer-Leben am Humboldt-Gymnasium als ideale Voraussetzung, um als freier Maler künstlerisch tätig sein zu können“, sagt Kivelitz selbstbewusst. „Ich begebe mich nicht gezielt auf Motivsuche; es sind vielmehr die Dinge, die mir begegnen und die ich dann zunächst als Zeichnung festhalte, aus denen dann meine Bilder entstehen“, erklärt Kivelitz. Seine Sozialisation in Nazi-Deutschland hat ihn nicht zum Mitläufer, sondern im Gegenteil zum kritischen Menschen, gemacht. Seine Vorbilder hat er selbst gewählt: „An der Kunstakademie war es nur Otto Pankok, von dem ich etwas annahm.“

Kritisch sieht er die zahlreichen Dogmen, in denen sich Künstler, wie er sagt, ab der 60er-Jahre vielfach verloren hätten. Zu seinen weiteren Vorbildern gehören unter anderem Albrecht Dürer, Francisco Goya, Paul Cézanne sowie Pablo Picasso. Darüber hinaus lassen sich insbesondere bei seinen Fleisch-Bildern Bezüge zu Francis Bacon ausmachen. Seine Landschaftsbilder sind Brückenschläge nach dem Vorbild des Post-Impressionismus eines Paul Cézanne und dessen ansatzweiser Hinwendung zur Abstraktion.

Die Ausstellung in der Ars-Vivendi-Treppenhausgalerie ist bis zum 1. November zu sehen, eine Anmeldung unter der Telefonnummer 662661 wird erbeten.

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