Personalie : Achim Graf ist der Neue in der Bezirksvertretung 2

Er folgt auf Helmut Bauchmüller, der nach fast zehn Jahren sein Mandat aus persönlichen Gründen niedergelegt hat.

Die Sommerpause wollte Achim Graf noch nutzen, um alles zu klären, seinen Arbeitgeber zu informieren und sich vertraut zu machen mit seiner neuen Aufgabe: Der 41-Jährige ist neues Mitglied in der Bezirksvertretung 2 (Flingern und Düsseltal) und folgt auf Helmut Bauchmüller, der nach fast zehn Jahren sein Mandat niedergelegt hat. Die Gründe seien nicht politischer Natur, sagt der 76-Jährige, „es sind private“. Er wollte sich von der festen Verpflichtung freimachen, „auch wenn die Aufgabe oft spannend, manchmal aber auch anspannend war“, sagt Bauchmüller zum Abschied. Der CDU bleibt er erhalten, schließlich ist Helmut Bauchmüller im CDU-Zoo-Vorstand, vielleicht ist ihm auch deshalb der Abschied nicht ganz schwer gefallen. Unter die BV hat er aber einen Schlussstrich gezogen: „Wenn ich gehe, dann gehe ich für immer.“ Im Zuschauerraum des Gremiums wird man den 76-Jährigen wohl nicht mehr sehen, „ich habe nach einer intensiven Zeit abgeschlossen“, sagt Bachmüller.

Sein Nachfolger, Achim Graf, wohnt seit 2004 in der Stadt. Genug Zeit, um sich ein Bild zu machen von dem, was er anpacken, was er verbessern will. Im Landesamt für Finanzwesen arbeitet der 41-Jährige, der ganz in der Nähe der Freizeiteinrichtung Icklack mit seiner Lebensgefährtin wohnt. 2008 ist er in die Partei eingetreten, er wollte sich einbringen, mitdiskutieren. Wer die Sitzungen der Bezirksvertretung aufmerksam verfolgt hat, für den wird Achim Graf kein Unbekannter sein. Oft hat er schon auf einem der Stühle im hinteren Teil des Raums gesessen, Entscheidungen verfolgt.

Neben Irene Stengel wird Achim Graf im Gremium nun Platz nehmen, sie kennt Graf schon aus dem Ortsverein und schätzt die Kollegin. Nicht nur wegen der Kekse, die Stengel bei jeder Sitzung verteilt. Der politische Schwerpunkt soll auch auf Flingern liegen, „um Düsseltal wird sich schon genug gekümmert“, sagt der gebürtige Thüringer. „In Flingern ist der Wohnraum noch bezahlbar“, sagt Graf, und das soll auch so bleiben. „Damit die Menschen nicht vertrieben werden.“ Er will sich gegen eine weitere Verdichtung des Bezirks einsetzen, versuchen, Rad-, Autoverkehr und ÖPNV wieder anzunähern, „für ein gutes Miteinander“. Wenn Achim Graf mal nicht arbeitet oder sich politisch engagiert, macht er gerne Nordic Walking am Unterbacher See.

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