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Flingern: Eigener Tunnel für Radfahrer an der Wetterstraße wird geprüft

Flingern : Eigener Tunnel für Radfahrer an der Wetterstraße wird geprüft

An der Unterführung geraten Radler und Fußgänger in Konflikt. In der Bezirksvertretung 2 wurde das Thema kontrovers diskutiert.

Seit geraumer Zeit gibt es an der engen Unterführung an der Wetterstraße Konflikte zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern. Ob sich dieses Problem gegebenenfalls durch einen gesonderten Tunnel für Fahrradfahrer lösen lässt, soll nun auf SPD-Antrag in der Bezirksvertretung 2 durch die Stadtverwaltung überprüft werden.

Unfälle sind bislang nicht bekannt, dafür aber regelmäßige Streitereien zwischen Passanten und Radfahrern. Gemeint ist ein rund vier Meter breiter Tunnel an der Wetterstraße, einer wichtigen Verbindung zwischen dem Norden und Süden Flingerns. Das Problem ist, dass sich auf der dünnen Fahrspur regelmäßig Fußgänger und Fahrradfahrer ins Gehege kommen. Dabei ist die Rechtslage eigentlich klar: Zwar war die Unterführung ursprünglich auch für eine gemeinsame Nutzung von Radfahrern und Passanten vorgesehen, doch schon seit einigen Jahren ist der Tunnel nur noch für Fußgänger freigegeben, Fahrradfahrer sind gezwungen abzusteigen.

In der Praxis halten sich jedoch nur wenige an das Verbot, so dass Radfahrer den Weg weiterhin nutzen, zu Teilen auch mit hohem Tempo. Sehr zum Ärger vieler Anwohner, die schon seit Jahren auf dieses Problem hinweisen. Auch das Aufstellen von versetzten Barrieren brachte wenig Erfolg, da diese von den meisten Radlern umgangen werden. Denn aus ihrer Sicht bleibt die Nutzung der Unterführung die einzige gute Alternative zum Befahren des verkehrsreichen Lastrings. Und wer sich einmal auf sein Fahrrad gesetzt hat, steigt in der Regel nur dann ab, wenn es absolut kein Weiterkommen mehr gibt.

Die SPD will dieses Problem nun angehen. Statt neuer Barrieren soll nach Wunsch der Sozialdemokraten ein gesonderter Durchfahrtsweg für Fahrradfahrer überprüft werden. Einen entsprechenden Antrag stellte die Fraktion bei der vergangenen Sitzung. Die Realität sei nun einmal, dass die enge Unterführung von vielen Fahrradfahrern genutzt werde. "Wir sollten diesem Bedürfnis Rechnung tragen", sagte Anne Menges (SPD. Zudem hätte die Ampel im Rat erklärt, Radfahren attraktiver machen zu wollen. Ein Argument, dass bei den übrigen BV-Mitgliedern kritisch gesehen wurde. "Es ist kein ausreichendes Argument, eine Vorschrift zu ändern, nur weil sie nicht der gängigen Praxis entspricht", sagte Ben Klar (Linke). Radfahrern könne durchaus zugemutet werden, auch einmal von ihrem Fahrrad abzusteigen. Nicht zuletzt auch wegen der zu erwartenden Kosten für den Bau eines weiteren Tunnels. Am Ende sprach sich jedoch die Mehrheit der BV-Mitglieder dafür aus, die Möglichkeit eines gesonderten Tunnels zumindest einmal überprüfen zu lassen, um dann noch einmal mit konkreten Argumenten über das Thema weiterdiskutieren zu können.

(RP)