Düsseldorf: Straßenfest in sechs Stadtteilen

Straßenfest : Nachbarschaftsfest für die ganze Stadt

Der Zukunftsmacher-Club organisiert am Sonntag auf acht Straßen in sechs verschiedenen Stadtteilen ein Straßenfest. Politiker, Vereine, Anwohner und Fremde sollen aufeinandertreffen.

Stadtteile Ein bisschen anrüchig klingt es ja schon, das Motto, das sich der Zukunftsmacher-Club für sein Straßenfest ausgedacht hat: „Wir machen es – auf der Straße“. Dahinter stecken aber keine Schweinereien. Die Zukunftsmacher wollen feiern, reden, diskutieren, tanzen, essen, trinken und malen – auf acht Straßen in Düsseldorf, die am Sonntag, 26. August, von 10 bis 18 Uhr gesperrt werden. „Uns geht es darum, daran zu erinnern, wie man als Kind noch auf der Straße spielen durfte“, sagt Organisatorin Elita Wiegand. „Dieses Gefühl, wie das ist, wollen wir vermitteln und einfach mal Nachbarn zusammenbringen.“ Auf unkomplizierte Art soll so ein Austausch miteinander entstehen, der vielleicht die Basis ist für mehr gemeinsame Aktionen und einen größeren Zusammenhalt.

Jede Straße, die einen Tag mal ohne Autos auskommen soll, hat ein eigenes Thema. Es werden Tische aufgebaut, an denen sich Bekannte und Fremde treffen. Eingeladen sind Politiker und Vereine, Anwohner und Ortsfremde. „Es ist ein schöner Gedanke, dass Politiker auch mal ganz normal mit den Menschen am Tisch sitzen und reden, anstatt in einem Vortrag zu referieren.“ Essensstände wird es übrigens nicht geben, weil die Organisatoren vom Zukunftsmacher-Club dann ein Straßenfest hätten anmelden müssen, das mit komplexeren Auflagen verbunden wäre. Stattdessen hoffen sie, dass sich alle selbst versorgen und ein bisschen auch einander, dass jeder etwas für alle mitbringt und dann gemeinsam gegessen und getrunken wird. „Das Ganze ist als großes Nachbarschaftsfest angelegt“, sagt Wiegand. Weil alle beteiligten Straßen zumindest nicht allzu weit vom Zentrum liegen, betont sie, könne man am Sonntag durchaus von Fest zu Fest tingeln, sich überall umschauen. Und für weitere Wege gibt es kostenlose Fahrräder, die von Nextbike nach einer Registrierung zur Verfügung gestellt werden.

Am liebsten hätten die Macher der Aktion samstags gefeiert, das aber war den Behörden dann doch zu viel Aufwand. Am Sonntag, wenn niemand einkauft und der Pendlerverkehr wegfällt, ist es aber möglich, dass die acht Straßen in den verschiedenen Stadtteilen für die Begegnungen gesperrt werden. „Wir hätten locker noch 20 weitere Straßen mit Aktionen füllen können, so viele haben sich gemeldet. Wir wissen im Grunde jetzt schon, dass wir das im nächsten Jahr wiederholen werden.“